Note 199 — Anmerkungen.
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Das Zeitw. schmusen hat im wes. dieselben Bedeutgn. wie diberen. Von Zus. damit finden sich: aufschmusen = aufsagen, ausschmusen = aussagen, aussprechen, nachschmusen = nachsprechen u. vorschmusen = vorsagen, von Verbindungen: dof schmusen u. nobis schmusen in gleichem Sinne wie dof u. nobis diberen (s. oben Anm. 198) sowie Bremser schmusen = „auslassen“ (d. h. furzen). Ableitungen sind: Schmuser = Plauderer, Schwätzer, Sprecher (vgl. Schmuserfläderling = Papagei [s. oben S. 100, Anm. 165]) u. Schmuserei = Diberei sowie das Adj. schmusich = gesprächig (vgl. dazu Schmusichergiel = Plappermaul). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 97 (schmusen = reden); W.-B. des Konst. Hans 256 (= sagen; vgl. 258: auf Jenisch schmusen); Schöll 272 (= sagen; vgl. 273: Schmusereyen [ohne Übers.]); Pfulld. J.-W.-B. 337, 340, 344-46 (schmusen od. schmußen = aussagen, schwatzen, sprechen, verraten, verschmusen = ausplaudern, abgeschmust = abgeredet, abgeurteilt, Schmuserei = Geständnis); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 74 (schmußen = reden, sprechen; vgl. [68] Glattschmuser = Denunziant); Schwäb. Händlerspr. 486 (schmusen = sprechen, [in Pfedelb. (208): aussagen; vgl. ebendas. (214) zuschmusen = zutragen]). Zu vgl. auch noch Schwäb. Falschmünzerprozeß 1791/92 (261, 263: anschmusen = anreden), ferner Pfälz. Händlerspr. 438 (schmûsen = sprechen) u. Winterfeld. Hausiererspr. 442 (doufe schmusen für a) „beichten“ u. b) „sich verbürgen“). Noch weitere Belege bei Schütze, S. 90. Zur Etymologie (vom hebr. schĕmû’ôth [jüd. schemûoß ausgespr.] = „Erzählungen“, plur. von schĕmû’â = „Nachricht [Geschichte], Gerücht, Gerede“) s. Stumme, S. 14 u. 21 vbd. mit Grimm, D. W.-B. IX, Sp. 1135, Weigand, W.-B. II, Sp. 755 (unter „Schmus“) u. Seiler, Lehnwort IV, S. 494.