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Die jenische Sprache

Note 1179 — Anmerkungen.

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Zu Dibolde = Juden gehören die Zusammensetzg. Dibolde-Gallach (d. h. „Judenpriester“) = Rabbiner (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeun.) u. die Ableitg. diboldisch = jüdisch (Gegensatz: nobis diboldisch [eigtl. nicht-jüdisch] = ungläubig [vom jüd. Standpunkt aus; Syn. nobis gril(l)isch, — wonisch, d. h. eigtl. „nicht-evangelisch, -katholisch“]). Die Vokabel, die in dem verw. Quellenkreise unbekannt ist, kommt im sonstig. Rotwelsch (d. 19. Jahrh.) vereinzelt vor, jedoch mit anderem Anlaut (Ba-, Bi-, Pi-); s. z. B. Pfister 1812 (295: Babolde); v. Grolman 5 u. T.-G. 103 (ebenso); Karmayer G.-D. 190 (desgl.); Derenbourgs Glossar 1856 (414: desgl.); A.-L. 584 (Pipolte, fem. Pipoltiza); Groß 458 (Biboldo). Der Etymologie nach stammt der Ausdr. aus der Zigeunersprache her (vgl. „Einleitung“, S. 29), in der biboldo (od. bipoldo) eigtl. „der Ungetaufte“ bedeutet (von boldo [od. poldo], zu [me] polāwa = „[ein]tauchen, taufen“ [s. Liebich, S. 152 u. 245; vgl. Finck, S. 52 (Stamm: bōl [od. bold] = „[ein]tauchen, taufen“, das sich bis ins Hind. [bōrnā = „eintauchen“] verfolgen läßt)] u. dem Negativpräfix bi-). S. Näh. bei Pott II, S. 422 (unter „Bolaw“), Liebich, S. 128 u. 213 (bipoldo), Miklosich, Beitr. III, S. 8 u. Denkschriften, Bd. 26, S. 181 (unter „bol“: bei den deutsch. Zig.: bipoldo), Finck, S. 51 (bibóldo); bei Jühling nicht angeführt. — Über die Veränderung des Anlauts im Jenischen s. auch Pott, a. a. O.

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