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Die jenische Sprache

Note 1606 — Anmerkungen.

Reading edition

Bei dieser (m. Wiss. im Rotw. u. in d. sonstigen Geheimsprachen nicht bekannten) eigentümlichen Redensart ist Käfferle wohl nicht (wie bei Käfferle = Junggeselle oder Greis) zu Kaffer im Sinne von „Mann (Kerl)“, sondern im Sinne vor „Bauer“ zu stellen, und zwar dürfte es sich sehr wahrscheinlich handeln um eine jenische Übersetzung der mundartl. fast in ganz Deutschland (einschl. Schweiz und Österreich) verbreiteten Bezeichnung „kalter Bauer“ für Onanie bzw. Pollution u. deren Spuren; s. dazu die Redensarten: den kalten Bauern schlagen od. herunterreißen (steir.) u. zu vgl. im einzelnen über die deutsch. Mundarten: Grimm, D. W.-B. I. Sp. 1176 (unter „Bauer“, Nr. 2) vbd. mit Müller in den „Anthropophyteia“, Bd. VIII, S. 20. Ob nun aber hierbei der Ausdruck „Bauer“ wirklich = rusticus (Landmann) aufzufassen ist (wofür z. B. unbedenklich Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 703 [unter „Bauer“, Nr. 3, d] eingetreten) oder ob man ihn mit Grimm, a. a. O., Sp. 1175 als ein eigenes (auf das Gotische zurückzuführendes) Wort im Sinne von voluptas, libido nehmen will, mag dahingestellt bleiben. Für das Adj. kalt (hier etwa = „wider die Natur“) verweist Fischer, a. a. O. auf „die Vorstellung von der ‚kalten‘ Natur der Teufelsbuhlschaft.“

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