← Table of contents
Die jenische Sprache

Note 737 — Anmerkungen.

Reading edition

Das Zeitw. naschen (= fliehen, auch wohl gehen, kommen) findet sich in dem verw. Quellenkr. m. Wissens nur im Pfulld. J.-W.-B. (342) für „laufen“ (vgl. auch 341: naschirlen = kommen) sowie (337, 339, 340, 343, 345) in einer ganzen Reihe von Zusammensetzgn. (nämlich: ausnaschen = ausgehen, durchnaschen = durchlaufen, innerkinnignaschen = einsteigen, vernaschen = entfliehen, hinternaschen = hintergehen, schibisnaschen = scheiden, beduchtnaschen = schleichen, hordignaschen od. guantnaschen = springen). Für sich allein kommt es hier u. da noch im sonst. Rotw. (des 19. Jahrh.) vor (s. z. B. Pfister bei Christensen 1814 [= gehen]; v. Grolman 50 u. T.-G. 96 [ebenso]; Karmayer 116 [desgl., doch hier auch andere Bedeutgn.]). Zur Etymologie (aus der Zigeunerspr. (vgl. „Einleitung“, S. 30]) s. A.-L. IV, S. 245 u. Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1959 vbd. mit Pott II, S. 324 (unter „Naszavav“), Liebich, S. 149, 197, 218 (naschāwa = ich laufe [fließe], fliehe), Miklosich, Beitr. III, S. 16 u. Denkschriften, Bd. 27, S. 21 (unter „naš“: bei den deutsch. Zigeun.: našav̄a = laufen, fließen), Jühling, S. 224 (nascha = fliehen) u. Finck, S. 75 (Stamm: naš-, nāšs-, našew- u. ä. = „laufen, gehen, fließen, schwärmen, jagen“).

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings