Note 1027 — Anmerkungen.
Reading edition
Betr. Kaffer s. Bauer. — Mit Fehte = Herberge (Quartier, Wohnung) sind (außer Fehtekaffer, das auch durch „Herberggeber“, „Herbergsvater“ und „Quartierherr“ wiedergegeben) noch zusammengesetzt: Fehteulme = Herbergsleute (Spr.), Fehtefi(e)sel od. -freier = Quartierbursche, Fehtemos(s) od. -sinse = Quartierfrau (ersteres in den Spr. durch „Hausfrau“ wiedergegeben), Fehtesins = Quartiersherr (also Syn. zu Fehtekaffer) u. Fehtemodel = Quartiermädchen. Ableitung: fehten = übernachten, auch das „Übernachten erlauben“ (v. S. des Wirts) nach Spr. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schöll 272 (Fede = Herberge; Pfulld. J.-W.-B. 343 (Fede = Quartier; vgl. [338] das Zeitw. feden = beherbergen); Schwäb. Händlerspr. 479 (Fêde = Bett [in Pfedelb. (212) auch = Quartier; vgl. ebd.: in d’ Fede hotschen = schlafen]); auch sonst im Rotw. seit Anf. des 18. Jahrh. (s. Basl. Glossar v. 1733 [201] hin und wieder angeführt. Zur (nicht sicheren) Etymologie s. Fischer, Schwäb. W.-B. II. Sp. 999/1000, wonach die Bedeutung „Quartier“ aus dem ital. fede im Sinne von „Verschreibung“ (warum?), die Bedeutung „Bett“ aber aus unserem deutsch. „Feder“ erklärt werden könnte.