Note 452 — Anmerkungen.
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Benges od. Benk = Bube, Bursche, Jüngling, dann auch: Freund, Kamerad, Kollege, ferner: Geliebter, Liebhaber (Bräutigam), endlich noch: Sohn (sowie dazu d. Dimin. Bengesle = Junge, Knabe) erscheint beliebt in Verbindungen und Zusammensetzgn. (sowohl für Eigenschafts- wie Standes- u. Berufsbezeichnungen [vgl. dazu „Vorbemerkung“, S. 12, Anm. 29]), so: a) in Verbindgn. (außer dufter B. noch): jenischer Benges od. Benk = fahrender Bursche, schofler Benk = Heuchler, auch Krüppel, dofer Benk = Junker, dann (gleich dofer Benges) auch: Geliebter (also wie das einfache Benges od. Benk [s. oben], während dufter Benk od. Benges nur durch „brauchbarer Bursche“ wiedergegeben ist (s. oben im Text), nobis vergrönter Benges (d. h. eigtl. „nicht verheirateter Bursche“) = lediger Mann; b) in Zus.: α) für Eigenschaften: Lubnebenges = „Hurenkerl“, Kenemerbenges (-benk) = „Lausbube“; β) für Berufe: Verkemersbenk = Handelsbursche, Sicherbenk = Koch, Rattebenk = Nachtwächter, Groenikelbenk = Sauhirt, Schweinehirt, Jerusalemsfreundbenk = Schäfer, Schafhirt, Stradebenk = Straßenwärter. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 76 (Bink = Vater); Schwäb. Händlerspr. 482-484 (Penk = Herr, Pink [in Pfedelb. (211, 213): Bink] = Mann [in Pfedelb. (a. a. O) auch: Meister, Vater]; Kislerpink = Maurer, in Pfedelb. [208, 210, 211, 213] noch: alter Bink = „Ausdinger“, Schupferbink = Bäcker, Treppertsbink = Fuhrmann, Hausbink = Hausherr, Wägersbink = Kaufmann, Langraßlersbink = Stationsvorstand [an d. Eisenbahn], in Eningen [206, Anm. 1]: Penk = Mann, Stichelpenk = Landjäger, Gwanderpenk = Schultheiß, Plempenteilespenk = Wirt; in U. [214]: Schenägelspenk = Knecht, Balespenk = Waldhüter). Sehr beliebt sind Zus. mit Penk (Pink) = Mann (vgl. dazu Penkle = Bube, Knabe) auch im Pleißlen der Killertaler, und zwar auch hier sowohl für Berufe (s. darüber Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 49, S. 349) als auch zur Kennzeichng. von Eigenschaften (s. z. B. [435, 436]: Fetschnerspink = schlechter Kerl u. Schnellpenk = geiler Mann; vgl. auch [nach Kapff 213]: Schwenzlerspenk = Dieb (zu schwenzle(n) = stehlen]). Über weitere Belege aus dem Rotw. sowie die Etymologie s. ausführl. Groß’ Archiv, Bd. 49, S. 344 ff.; vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 819 (unter „Penk“).