Die Nonne.
Reading edition
1Ic stont op hoghe berghen,
ic sach ter see waert in,
ic sach een scheepken driven
daer waren drie ruiters in.
2Den alderjoncsten ruiter,
die in dat scheepken was,
die schonc mi eens te drinken
de coele wijn uit een glas.
3‘Ic brenct u, haveloos meisjen!
dat u god seghenen moet!
gheen ander soudic kiesen,
waert ghi wat riker van goet.’
4‘Ben ic een haveloos meisjen,
ic en bens alleine niet:
in een clooster wil ic riden,
god loons hem diet mi riet!’
5Hi sprac: ‘wel schone joncfrouwe!
als ghi int clooster gaet,
hoe garen soudic weten,
hoe u’t nonnencleet al staet!’
6Maer doen si in dat clooster quam,
haer vader die was doot,
men vant in al mijns heren lant
gheen riker kint en was groot.
7De ruiter haddet so haest vernomen,
hi sprac: ‘sadelt mi mijn peert!
dat si int clooster is ghecomen,
dat is dat mijn hert so deert.’
8Maer doen hi voor dat clooster quam,
hi clopte aen den rinc:
‘waer is de joncste nonne
die hier lest wijdinghe ontfinc?’
9‘Dat alderjoncste nonneken
en mach niet comen uit,
si sit al hier besloten
en si is Jesus bruit.’
10‘Sit si hier in besloten
en is si Jesus bruit:
mocht icse eens sien of spreken!
si soude wel comen uit.’
11Dat alderjoncste nonneken
ghinc voor den ruiter staen,
haer haerken was afgheschoren,
de minne was al ghedaen.
12‘Ghi meucht wel thuiswaert riden,
ghi meucht wel thuiswaert gaen,
ghi meucht een ander kiesen,
mijn liefde is al vergaen.
13Doen ic een haveloos meisjen was,
doen stiet ghi mi metten voet;
hadt ghi dat woort ghesweghen,
het hadde gheweest al goet.’
Oudt Amst. LB. bl. 34. (Hor. belg. 2, 128); Oudt Haerl. LB. 16. en 27. druk (danach hier). Im Oudt Amst. LB. nach 5, 2. ende als ghi wijdinghe ontfaet—7, 4. dat is dat mijnder herten seer deert.
Obschon diese Liederbücher viel jünger sind als das Antwerpener, so halte ich doch den Text in dieser Ueberlieferung für den ältern; die fünfte im Antw. LB. hinzugefügte Zeile jeder Strophe hat nur zu deutlich den Anschein eines späteren Zusatzes.
Von dem entsprechenden deutschen Liede ist kein alter Text vorhanden, es hat sich nur mündlich fortgepflanzt. Es ist wol das am meisten verbreitete Volkslied und wird noch heute in fast allen Gegenden Deutschlands gesungen. S. meine Nachweisungen Hor. belg. 2, 130. Schles. Volkslieder S. 31. (dazu noch nachzutragen: Firmenich Völkerst. 2, 111. Simrock Volksl. Nr. 22. Fiedler S. 150. Erk Liederhort Nr. 18c. Mittler Nr. 276. von Ditforth 2. Th. Nr. 18–23.) E. Meier schwäb. Volksl. Nr. 166.)