Der Landsknecht weiß sich zu trösten.
Reading edition
1Daer staet een clooster in Oostenrijc,
het is so wel ghecieret
met silver ende rode gout,
met grauwen steen doormuret.
2Daer in so woont een joncfrou fijn,
die mi so wel bevallet,
rijc god, mocht ic haer dienaer sijn!
ic soudese met mi voeren.
3Ic voerdese in mijns vaders hof,
daer staet een groene linde,
daer op so singhet de nachtegael,
si singhet so wel van minnen.
4‘Och nachtegael, clein voghelkijn,
wildi uw tonghe bedwinghen,
ic salder al uw vederkijn
met goudraet doen bewinden.’
5‘Wat vraghe ic nae uw rode gout
oft nae uw loser minnen;
ic ben een clein wilt voghelken stout,
gheen man en can mi bedwinghen.’
6‘Sidi een clein wilt voghelken stout,
can u gheen man bedwinghen,
so dwinghet u die haghel, die coude snee,
die lovers van der linden.’
7‘Dwinghet mi de haghel, de coude snee,
die lovers van der linden,
als dan schijnt die sonne schoon,
so sal ic weder vreucht beghinnen.’
8Doen hi sijn sporen had aen ghedaen,
hi reet ten oostenwaert inne,
hi sach so menighen lantscnecht staen
in haer blanc harnas blinken.
9Hi is een weinich voort ghereden
al over die groene strate;
so wie sijn boel niet hebben en mach,
die moetse varen laten.
10Den ruiter sprac met moede vri,
doe hi sijn boel moest laten:
‘ic wil bliven den lantscnechten bi,
rijc god, comt mi te baten!’
11Die ons dit liedeken eerstwerf sanc,
hi hevet wel ghesonghen
met pipen ende trommelen gheclanc
in spijt der niders tonghen.
Antw. LB. 1544. Nr. 221. (Uhland Nr. 17. B. Willems Nr. 64.)—Dr. 4, 1. voghelken—4, 3. vederlin—8, 3. 10, 3. lansknecht—11, 4. des (der).
Strophe 4–7. ursprünglich ein besonderes, für sich bestehendes Lied, wie es sich so auch im Deutschen findet: Hor. belg. 2, 141. Simrock Volksl. Nr. 87. (Mittler Nr. 597). Es ist hier sehr passend eingefügt: es dient dazu, das erfolglose Werben des Landsknechts um die Hand einer feinen Jungfrau darzuthun; der Bescheid, den die Nachtigall ertheilt, ist auch sein Bescheid. Dieselben Verse kommen auch vor in einem schwedischen Liede (Svenska Folkvisor 2, 68) als Zweigespräch zwischen Ritter und einer in eine Nachtigall verwünschten Princessin:
‘Och hör du liten Näktergal!
en visa jag beder dig qväda;
din’ fjädrar jag låter med guld beslå,
din hals med perlor bekläda.’
‘Jag passar ej på dina fjädrar af guld,
som jag för dig skulle bära,
i verlden är jag en fågel vild,
och ingen man månde mig känna.’
‘Är du i verlden en fågel vild,
och ingen man månde dig känna,
dig tvingar väl hunger, köld och snö,
som faller på vägen den breda.’
Unser niederländisches Lied findet sich sonst nicht; ein niederdeutsches ist damit verwandt (Uhland Nr. 17. A.), es hat aber nur einen ähnlichen Anfang und nimmt dann mit seiner 6. Strophe eine andere Wendung.
¶ 9, 3. so wie, so wie so, mhd. swer sô, jeder der—10, 4. te baten, zu Hülfe.