← Table of contents
Niederländische Volkslieder

Die Königstochter.

Reading edition

1‘Dat alle berghen goude waren

en alle waters wijn,

so had ic jou noch veel liever,

moi meisje, waerje mijn.’

2‘Hadt ghi mi dan veel liever,

als ghi mi doet in schijn,

so gaet eens voor mijn vader staen

en bidt en bidt om mijn.’

3‘’k heb al voor uw vader gheweest

en hi ontsecht het mijn.

neemt oorlof aen u selven,

schoon lief, en gaet met mijn.’

4‘Oorlof aen mijn selven?

de cnaepjes sijn so loos;

of ghi mi dan verliet, schoon lief,

so waer ic vriendeloos.’

5‘Ken sal u niet verlaten

van nu tot in der doot:

ghi bent een conincs dochterken,

een roosjen also root.’

6‘Ben ic een conincs dochterken

en ghi een graven kint—’

si namen malcander bi de hant

en ghinghen onder de lind.

7Si namen malcander bi de hant

en ghinghen onder de lind,

daer speelden si twee het minnespel,

de schone wert met kint.

8‘Nu sit ic hier ghebonden

met minen cleinen kint;

so bid ic de suivere Maria,

dat si mi weer ontbind.’

9‘Ic wou dat ghi ontbonden waert

van uwen cleinen kint

en dat ic jou begraven sou

onder dees groene lind!’

10‘Woudt ghi dat ic begraven lach

al onder dese lind,

so woudic liever, stout ruiter,

dat ghi bi de keel ophinct!’

11De ruiter hief op sijn slinkerhant

en gaf haer ene slach,

so dat si neder ter aerden viel,

si hoorde noch si sach.

12‘Al hebje mi nu gheslaghen,

schoon lief, ten is gheen noot,

al eerder seven jaren om sijn,

so selje comen om broot.’

13Al eer de seven jaren om waren,

den ruiter quam om broot,

met een lazarusclap in sijn hant,

hi haddet seer van noot.

14‘O kint, sei si, van seven jaer,

nou set jouw vader een stoel!

ic hebber den dach wel eer ghesien,

hi wasser een ridder coen.

15O kint, sei si, wel cleine kint,

nou gheeft jouw vader broot!

ic heb den dach wel eer ghesien,

hi haddet niet van noot.

16O kint, sei si, wel cleine kint,

nou gheeft jouw vader bier!

ic heb den dach wel eer gheleeft,

dat hi was de liefste fier.

17O kint, sei si, wel cleine kint,

nou schenct jouw vader wijn!

ic heb den dach wel eer beleeft,

hi was de liefste mijn.’

18Haer vader achter de deure stont,

hi hoordet hoghe woort,

hi troc sijn blanc sweert uit de schee

en hieuw hem af sijn hooft.

19Hi nam het hoofje bi het haer,

hi wierp het in haer schoot:

‘houdt daer, mijn joncste dochterken,

beweent dees appel root!’

20‘Och soudic al bewenen

dat hier te bewenen waer,

so haddic wel al de daghen werc

die daer comen in het jaer.’

Oudt Amst. LB. bl. 62. Oudt Haerl. LB. 16. en 27. dr. Thirsis Minnewit 1, 136.—Dr. 20, 1. och fehlt.—Obschon alle Drucke fast ganz übereinstimmen, so ist doch bei Willems Nr. 71. sehr viel geändert worden. Le Jeune, Volksz. Nr. 62. hat sich nur auf Str. 7. beschränkt:

Hij nam het maagdelijn bij de hand

en bracht haar van de lind

al naar een afgelegen land,

de moeder en haar kind.

Wie passt das nun zu der folgenden Strophe:

Nu zit ik hier gebonden?

Das Anstößige wird dadurch eben so wenig beseitigt wie durch die Änderung bei Willems:

Hy namse by der handen;

en brachtse van de lind

naer afgheleghen landen:

daer baerde sy een kint.

Ein entsprechendes deutsches Lied ist nicht vorhanden. Nur der Anfang findet sich in einem Abschiedsliede, das ich am Niederrhein oft singen hörte:

Wenn alle Wasser wären Wein

Und alle Berge wären Edelstein,

Und sie wären mein,

So soll mir mein Schätzelein

Noch viel lieber sein.

Dagegen kommt das Lied noch dänisch und schwedisch vor. Dänisch, wie man es in Norwegen singt, wird es mitgetheilt in Nyerup, Udvalg af Danske Viser 1, 72–76. (Hor. belg. 2, 120–122). Es schließt also:

Ude stod Jomfruens Fader prud,

og lytted, og lytted derpaa;

han drog sit Sværd, og med et Slag

hug Ridderen Hovedet fra.

‘Nu maa jeg vel græde og sörge allenstund,

al Verden mig ganger imod;

Christ give, jeg var under sorten Muld

begraven med Ridderen min!’

Saa tog han det blodige Hoved,

slængte det i Jomfruens Skjöd:

‘og haver du end nogen Omhu for ham,

maa du nok begræde hans Död!’

Jomfruen tog det blodige Hoved,

kyste det tre Gange paa Mund:

‘ja vel har jeg havt den Bidder saa kjær!’

hun döde i selv samme Stund.

Das schwedische Lied (Svenska Folkvisor 3, 61–63) ist minder vollständig. Die 11. Strophe des niederl. Liedes lautet hier also:

Och ungersven tog upp det snöhvita linn’,

slog Jungfrun på blekblommand’ kind:

‘och aldrig skall du följa en riddare af land,

förr’n han gifvit troheten sin!’

Das Lied selbst schließt nach den Versen:

‘jag minnes väl den dagen ändå,

han red i gullsadelen röd’

mit der Strophe:

Och Jungfru tog upp sitt armhvita linn’,

slog honom på blekblommand’ kind:

‘och aldrig skall du följa en riddare af land,

förr’n han svurit troheten sin!’

¶ 2, 2. in schijn doen, offenbaren—3, 2. ontsegghen, verweigern —4, 4. vriendeloos, ohne Verwandte—7, 4. met kint worden, schwanger, guter Hoffnung werden—8, 3. Maria kommt den Kreißenden zu Hülfe. Der Dicipulus de miraculis beatae Mariae virginis erzählt im 19. Exemplum: Maria virgo castissima succurrebat Iudaeae in partu—Et confidens in domino Mariae nomen invocavit magna voce et statim felici partu filium edidit carens omni dolore. Und im 91. Exemplum heißt es: Mulieres parturientes debent dicere Salve regina.—11, 1. slinc ältere Form für linc—13, 3. lazarusclap, die Klapper, deren sich die Aussätzigen bedienten.

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings