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Der Gärtner

82

Hans Effenberger translation

Wir müssen das Spiel des Todes spielen heut Nacht, meine Braut und ich.

Die Nacht ist schwarz, die Wolken jagen sich mutwillig am Himmel, und die Wogen wüten im Meer.

Wir haben den Pfühl unsrer Träume verlassen, die Tür aufgestoßen und sind herausgekommen, meine Braut und ich.

Wir sitzen auf einer Schaukel, und die Sturmwinde geben uns einen wilden Stoß von rückwärts.

Meine Braut fährt auf vor Furcht und Lust, sie zittert und schmiegt sich an mein Herz.

Lang habe ich ihr in Liebe gedient.

Ich bereitete für sie ein Lager von Blumen, und ich schloß die Türen, um das zudringliche Licht fernzuhalten von ihren Augen.

Ich küßte sie sacht auf die Lippen und flüsterte ihr leise ins Ohr, bis sie halb ohnmächtig wurde vor Sehnsucht.

Sie war verloren in dem endlosen Nebel trunkener Süße.

Sie antwortete nicht auf meine Berührung, meine Lieder vermochten sie nicht zu erwecken.

Heut Nacht ist der Ruf des Sturms aus der Wildnis zu uns gekommen.

Meine Braut erschauerte und stand auf; sie ergriff meine Hand und trat heraus.

Ihr Haar fliegt im Wind, ihr Schleier flattert, und der Kranz, der um ihren Nacken hängt, raschelt auf ihrer Brust.

Der Stoß des Todes hat sie ins Leben geschwungen.

Wir stehen Antlitz in Antlitz und Herz an Herz, meine Braut und ich.

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