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Hans Effenberger translation
Wenn Du einmal fleißig sein willst und Deinen Krug füllen — komm, o komm an meinen See.
Das Wasser wird sich um Deine Füße schmiegen und sein Geheimnis ausplappern.
Der Schatten des kommenden Regens liegt über dem Sand, und die Wolken hängen niedrig auf den blauen Linien der Bäume wie das schwere Haar über Deinen Augenbrauen.
Ich kenne ihn gut, den Rhythmus Deiner Schritte, mein Herz geht im gleichen Takt.
Komm, o komm an meinen See, wenn Du Deinen Krug füllen mußt.
Wenn Du müßig sein willst und gedankenlos sitzen und Deinen Krug auf dem Wasser treiben lassen — komm, o komm an meinen See.
Der grasige Abhang leuchtet grün, und die wilden Blumen sind zahllos.
Deine Gedanken werden aus Deinen dunklen Augen schweifen wie Vögel aus ihren Nestern.
Dein Schleier wird auf Deine Füße niederfallen.
Komm, o komm an meinen See, wenn Du müßig sitzen willst.
Wenn Du genug gespielt hast und ins Wasser tauchen willst — komm, o komm an meinen See.
Laß Deinen blauen Mantel am Ufer liegen; das blaue Wasser wird Dich zudecken und verhüllen.
Die Wellen werden auf den Zehen stehn, um Deinen Nacken zu küssen und Dir ins Ohr zu flüstern.
Komm, o komm an meinen See, wenn Du ins Wasser tauchen willst.
Wenn Du Dich toll in den Tod stürzen mußt, — komm, o komm an meinen See.
Er ist kühl und unergründlich tief.
Er ist dunkel wie traumloser Schlaf.
In seinen Tiefen sind Nächte und Tage eins, und Lieder sind Schweigen.
Komm, o komm an meinen See, wenn Du in den Tod hinabtauchen willst.