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Der Gärtner

53

Hans Effenberger translation

Warum machst Du mich erröten durch einen Blick?

Ich bin nicht als Bettler gekommen.

Nur eine flüchtige Stunde lang stand ich am Ende Deines Hofes, jenseits der Gartenhecke.

Warum machst Du mich erröten durch einen Blick?

Nicht eine Rose nahm ich aus Deinem Garten, nicht eine Frucht pflückte ich.

Ich trat bescheiden unter die schützenden Bäume am Wege, wo jeder fremde Wandrer stehn darf.

Nicht eine Rose pflückte ich.

Ja, meine Füße waren müde, und der Regen strömte herab.

Die Winde heulten durch die schwankenden Bambuszweige.

Die Wolken rasten über den Himmel, als seien sie auf der Flucht vor dem Besieger.

Meine Füße waren müde.

Ich weiß nicht, was Du von mir dachtest oder auf wen Du an Deiner Türe wartetest.

Zuckende Blitze blendeten Deine spähenden Augen.

Wie konnte ich wissen, daß Du mich sehen könntest dort, wo ich im Dunkeln stand?

Ich weiß nicht, was Du von mir dachtest.

Der Tag ist zu Ende und der Regen hat für eine Weile aufgehört.

Ich verlasse den Schutz des Baumes am Rande Deines Gartens und diesen Sitz im Gras.

Es ist dunkel geworden; schließ Deine Tür; ich gehe meines Wegs.

Der Tag ist zu Ende.

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