19
Hans Effenberger translation
Du gingst den Uferweg am Fluß, mit vollem Krug auf Deiner Hüfte.
Warum wandtest Du schnell Dein Antlitz und spähtest nach mir durch den flatternden Schleier?
Dieser strahlende Blick aus dem Dunkel überkam mich wie eine Brise, die einen Schauer durch das kräuselnde Wasser schickt und fortreicht zum schattigen Ufer.
Er kam zu mir wie der Vogel des Abends, der durch das lichtlose Zimmer huscht, von einem offenen Fenster zum andern, und in der Nacht verschwindet.
Du bist verborgen wie ein Stern hinter den Hügeln, und ich bin ein Vorübergehender auf der Straße.
Aber warum hieltest Du einen Augenblick an und blicktest in mein Antlitz durch Deinen Schleier, als Du den Uferweg am Flusse gingst mit dem vollen Krug auf Deiner Hüfte?