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Hans Effenberger translation
Laß deine Arbeit, Braut. Horch, der Gast ist gekommen.
Hörst Du, er rüttelt sacht an der Kette, die die Türe hält?
Sieh zu, daß Deine Fußspangen nicht zu viel Lärm machen, und daß Dein Schritt nicht gar zu eilig ist, wenn Du ihm entgegengehst.
Laß Deine Arbeit, Braut, der Gast ist gekommen mit dem Abend.
Nein, es ist nicht der geisternde Wind, Braut, fürchte Dich nicht.
Es ist Vollmond und Frühlingsnacht; die Schatten im Hof sind fahl; droben der Himmel ist hell.
Zieh den Schleier über Dein Gesicht, wenn Du nicht anders kannst; trag die Lampe zur Tür, wenn Du Angst hast.
Nein, es ist nicht der geisternde Wind, Braut, fürchte Dich nicht.
Sprich kein Wort mit ihm, wenn Du schüchtern bist; tritt zurück von der Tür, wenn Du ihm begegnest.
Stellt er Dir Fragen, kannst Du, wenn Du willst, schweigend die Augen senken.
Laß Deine Armbänder nicht klirren, wenn Du ihn hereinführst, die Lampe in der Hand.
Sprich kein Wort mit ihm, wenn Du schüchtern bist.
Bist Du noch nicht fertig mit Deiner Arbeit, Braut? Horch, der Gast ist gekommen.
Hast Du die Lampe im Kuhstall nicht angezündet?
Hast Du den Opferkorb nicht fertig für den Abendgottesdienst?
Hast Du das rote Glückszeichen nicht auf Deinen Scheitel gelegt und Dich zur Nacht gerichtet?
O Braut, hörst Du, der Gast ist gekommen?
Laß Deine Arbeit!