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Der Gärtner

11

Hans Effenberger translation

Komm wie Du bist; säume nicht beim Anziehn.

Mag auch Dein geflochtenes Haar aufgegangen sein, Dein Scheitel wirr und Dein Mieder nicht genestelt, achte nicht darauf.

Komm wie Du bist; säume nicht beim Anziehn.

Komm mit schnellen Schritten über das Gras.

Wenn der Rötel von Deinen Füßen weicht, weil Tau liegt, wenn die Schellenbänder um Deine Füße sich lockern, wenn Perlen aus deiner Halskette fallen, achte nicht darauf.

Komm mit schnellen Schritten über das Gras.

Siehst Du, wie sich die Wolken am Himmel ballen?

Schwärme von Kranichen fliegen auf vom fernen Flußufer, und jähe Windstöße stürzen über die Heide.

Das geängstete Vieh flüchtet nach den Ställen im Dorfe.

Siehst Du, wie sich die Wolken am Himmel ballen?

Vergebens zündest Du Deine Lampe am Putztisch an — sie flackert und geht aus im Wind.

Wer merkt denn, daß Du auf Deine Augenlider kein Schwarz gelegt hast? Deine Augen sind dunkler als Regenwolken.

Vergebens zündest Du Deine Lampe am Putztisch an — sie geht aus.

Komm wie Du bist; säume nicht beim Anziehn.

Wenn der Kranz für Dein Haar noch nicht gebunden ist, was machts; wenn die Kette um Dein Handgelenk nicht zu ist, laß sie sein.

Der Himmel ist überdeckt mit Wolken — es ist spät.

Komm wie Du bist; säume nicht beim Anziehn.

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