Ich ging durch die Felder.
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Ich ging durch die Felder zur Mitternachtszeit, Da prangte der Himmel im Sternengeschmeid. Ein Wässerlein schlich sich entlang den Rain, Das blinkte wie Silber im Mondenschein. Längst schliefen die Winde in Rohr und Halm; Blau dampfte der Nebel wie Weihrauchqualm Und fegte mir Düfte über den Weg. Müd rauschte der Bach unterm Brückensteg, Auf dem ich wie traumversonnen stand Und Ausschau hielt auf das schlafende Land, Das blankte und gleiste aus Fernen her Tauperlenvoll und blütenschwer. Ganz nah im Busch wo am Wiesenhang Nur spät ein Vogellied noch klang, Das trunken aus Heckenrosen stieg Und schluchzte, bis es plötzlich schwieg, Als hätte jäh sein süßes Lallen Die Müdigkeit des Schlafs befallen. Ich horcht’ ihm zu, bis schwand sein Ton. Dann ging ich leis’ und scheu davon, Um nicht durch meinen Tritt zu wecken Den kleinen Vogel in den Hecken, Der noch im Schlaf sich sang so spät Ein glückdurchhauchtes Nachtgebet.