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Heimat und Fremde

Eine alte Stadt...

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Eine alte Stadt, eine liebe Stadt, Die hohe und niedere Häuser hat Und tief in Gärten liegt versteckt, Mit Duft und Blüten zugedeckt. Zwei finstere Kirchen mit steilen Türmen Schaun drüber, als wollten die Stadt sie schirmen Und all die vielen heimlich segnen, Die in den Straßen sich begegnen. Eine stille Stadt, eine graue Stadt, Die ringsum schwarze Wälder hat Und Bergeshöhn und Burgruinen, Die viel von Not und Waffenstreit Aus längst verrauschter ferner Zeit, Von guten und von bösen Tagen Zu künden wissen und nicht sagen... Eine liebe Stadt, eine traute Stadt, Die plätschernde Brunnen am Marktplatz hat Und winklige Gassen und Mühlen und Brücken Und Linden vorm Tor, die bedächtig nicken. Dies alles lieb’ ich und halt’ ich in Ehr, Als ob’s meiner Eltern Erbteil wär’, Mit ihrem Segen mir verschrieben, Es bis ans Lebensend’ zu lieben. Eine alte Stadt, eine stille Stadt, Die mir das Herz bezaubert hat Und mich mit Eisenklammern hält, Nicht fortzugeh’n in die fremde Welt. Denn draußen weit am Friedhofsrain, Da schließt ein Grab mein Liebstes ein...

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