Heut’ ist der Tag der Toten...
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Heut’ ist der Tag der Toten, Wo einmal wir im Jahr Die letzten Blumen der Gärten Und Tränen bringen dar. Wo ihrer wir gedenken, Verstört und tiefbetrübt, Wie gut und treu sie waren, Wie sehr wir sie geliebt. Heut’ prangt gleich einem Garten Der Friedhof und darin Gehn viele stille Gäste Und weinen vor sich hin. O laßt, laßt ab, ihr Leute, Von eurem Traurigtun! Die Toten laßt den Toten In ihren engen Truhn. Es hat auf eure Tränen Das Leben nur ein Recht — Was frommts, wenn ihr um Tote Die Herzen euch zerbrecht? Was dort liegt in den Gräbern Sind unsre Toten nicht; Wir tragen unverlöschlich Im Herzen ihr Gesicht. Für uns schläft keiner im Tode, Der für die Welt entschlief, Solang ihn hält unsre Liebe Und ruft wie er uns rief. Drum wandert nicht zu Gräbern, Draus niemand zu euch spricht, Und spart euch Blumen und Tränen, Die Toten wissen es nicht!