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Heimat und Fremde

Hochsommernacht.

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Wie Sonnwendfeuer auf Berghöhn betet, So flammt, von Blut der Rosen umrötet, Brennende Sommerblumenpracht In der durchsichtig klaren Mitternacht. Hochmütig stehn als irrlichternde Wacht Die Sterne drüber. Sie funkeln wie goldene Nägel, Die der Herrgott mit weißen Fingern In die Himmelsbläue schlug, Dran Wolken sich blähn, leichtfertige Dinger, Wie schwanenweiße Fischersegel Im Windesflug. Die Fenster stehn offen wie ein Ohr, das lauscht. Ein Röhrbrunnen schläfrig rauscht. Ein später Schritt hallt durch die Gassen, Verweht, zerflattert wie ein verklingender Akkord, Wie ein letztes Wort, das Verliebte getauscht, Die einander nur zögernd verlassen. Der Mondglanz rieselt um Blüten und Baum Gleich flüssigem Silber aus Marmorbronnen. In einem Garten wo singt dünn und schrill Ein kleiner Vogel ein Lied noch im Traum. Und sonst ist’s still. Die ganze Welt liegt tief ins weite, weiße Spinnennetz Der Ruhe eingesponnen...

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