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Heimat und Fremde

Ich bin eine Stufe.

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Ich bin eine Stufe vorm Kirchentor, Aus blankem Marmor gehauen, Auf mir steigen nieder und steigen empor Viel Männer und schöne Frauen. Die Männer treten mit schweren Schuhn, Mit leichten Füßchen die Weiber, Als wollten sie mir nicht wehe tun Mit der Last ihrer schönen Leiber. Von drinnen dringt der Weihrauchqualm Zu mir heraus ins Freie Und Glockengebimmel und Lied und Psalm Aus frommer Beter Reihe. Ich hör es und sinn dem Wunder nach, Dem Gott in hoher Wolke, Der unterm niederen Kirchendach Anbeten sich läßt vom Volke. Ich bin eine Stufe vorm Kirchentor Und möcht mich vor Wollust strecken, Wenn über mich schreiten viel Frauen empor In rauschenden Seidenröcken, Wenn duftige Höschen und Spitzenflor Die niedlichsten Dinge mir zeigen — Ich bin eine Stufe vorm Kirchentor Und muß, was ich weiß, verschweigen...

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