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Heimat und Fremde

Das weiß nur Gott allein.

Reading edition

(1918.)

Wer sieht und zählt die Tränen Seit Monden schon geweint Um ungezählte Kämpfer, Geblieben vor dem Feind? Und wer beschreibt den Jammer, Der wild und wilder klagt, Mit dem ein Heer von Müttern Nach seinen Söhnen fragt? Wer weiß um all die Kinder, Die ohne Väter stehn, Für die soviele Liebe Hat müssen sterben gehn? Wer weiß, wie viele Bräute, Hold in der Myrthe Grün, Nun tragen glückzerbrochen Ein Sträußlein Rosmarin? Wer’s weiß? Vor so viel Elend Wird jede Lippe stumm — Wenn’s Einer weiß, so weiß wohl Nur Gott allein darum!

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