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Briefe aus Aulestad an seine Tochter Bergliot Ibsen

Via Gregoriana 38, 3. November 1904.

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Du unsre liebe Bergliot, niemals hast Du uns einen Brief geschrieben, der uns weher getan hat. Es ist ja zu dumm, denn jetzt ist es vorüber. Aber der Gedanke, wie fürchterlich es gewesen ist, reibt uns ganz auf. Wir sind eben alt geworden, und wir haben nicht mehr die Spannkraft, die uns nach diesem Eindruck wieder aufrichtet. Wir konnten nicht davon los. Oh, wie grauenvoll ist das gewesen! Ich erlebe das Ganze immer wieder von neuem. Ich komme nicht wieder heraus aus diesem Zimmer. Und der Tag im Bett und die Nacht, und die nächste: ja, Du bist schwer geprüft, bei all Deiner Jugend. Du, die eigentlich immer fröhlich sein müßte! Grüße und küsse Irene von uns! —

Was Du von Boström erzählst, kam überaus unerwartet. In dem Brief von Michelsen, den ich kürzlich erhielt, war eine Andeutung; aber ich ahnte nicht, daß sie auf Boström ging.

Ist denn kein schwedischer Mann da von Ansehen, der uns das Wort redete? Der sich einsetzte für ein gutes Verhältnis? Haben wir immer noch kein Verständnis gefunden bei den leitenden Mächten! Ich glaubte, das sei jetzt vorbei.

Aber Irene, die kleine Irene, sie jagt alle diese Kümmernisse in den Wind. Sie nimmt sie alle in Anspruch im Verein mit Dir.

Dein Freund Vater.

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