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Briefe aus Aulestad an seine Tochter Bergliot Ibsen

Roma, via Gregoriana 38, 1. Dezember 1904.

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Liebe Bergliot, Mutters Geburtstag; sie liegt noch im Bett mit einer großen goldenen Kette um den Hals und eine Uhr daran. Mein Geschenk.

Wir sind beide so unglücklich über die kleine Irene. Das einzige, was ich mir zum Troste sagen kann, ist, daß bei einem energischen und begabten Menschen ein Schönheitsfehler die Folge haben kann, daß sein Wille stärker und sein Dünkel geringer wird. Vielleicht ist es eine Gabe für ihre Zukunft — und ein Schutz. Einer vollendeten und bewußten Schönheit drohen viele Gefahren, vor allem in ihrem eigenen Seelenleben; ich sitze gerade über der Schilderung einer solchen. Denkt darüber nach, Ihr beide.

Dein Freund Vater.

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