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Briefe aus Aulestad an seine Tochter Bergliot Ibsen

Aulestad, 8. Januar 1903.

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Liebe Bergliot, in diesem Augenblick schickt Midling in Hudiksvall (ein Mann, den Treschow törichterweise verabschiedet hat, und der nun Millionär ist) 1000 Kronen für Alexander Kielland. Ich darf hoffen, ich habe in diesem Augenblick 9000 Kronen. Auf jeden Fall habe ich 7000.

Und ich finde, Ihr beide, Du und Sörensen, müßtet elende Patrioten und Waschlappen sein, wenn Ihr mich nicht mit einer gleichen Summe überrascht. Midling sandte das Geld in einem Schein. Konsul Fredrik Hansen ist Kassierer, aber Ihr müßt den Schein an mich schicken. Ich muß ihn in der Hand halten, weil er für Alexander Kielland ist, den ich liebe.

Also: Tankred war zu Ball; dort verliebte er sich. Er sah „sie“ tanzen; er ließ sie nicht aus den Augen, er legte seinen Kopf in Lizzies Schoß und flüsterte: „Ist sie nicht entzückend?“ Gleich darauf fügte er hinzu: „Jetzt will ich auch tanzen lernen.“ Als sie ihn mit nach Hause nehmen wollten, während sie noch dablieb, weinte er. Erling, der sehr erfahren ist in Liebessachen und deshalb Mitleid hatte, nahm sich seiner an, und er durfte bleiben. Als ihn Erling später in seinen Pelz wickelte und ihn so mit ins Hotel nahm, war er so müde, daß man ihn ausziehen mußte, und er flehte, man möge ihm das Waschen erlassen, was Erling — immer voll Mitleid — auch bewilligte, zum tugendsamen Entsetzen der beiden Dienstmädchen, seiner Vormünder.

Ach so, — also die Unionssache sollte zuerst am achten behandelt werden und wurde dann auf den fünfzehnten verschoben. Verzeihung!

Dagny hat ihren Koffer bekommen.

Euer Freund Vater.

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