16. Juni 1889, morgens.
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Ich wünsche Dir Glück, Du geliebtes Menschenkind! Alle Fahnen gehißt an dem herrlichsten Sommersonntag! Der Hahn kräht in dem hohen Gras, die Küken, die kleinere Brut, piepsen in neunstimmigem Chor in ihrem prächtigen Gelaß unter der Treppe zum Vorratschuppen, und die größere Brut auf dem Hofe draußen, beide unter der weisen Leitung ihrer Mütter; sechs Schweine singen Baß und Bariton weiter weg im Schweinegehege, Elster und Krähe machen einen Heidenlärm dicht davor; von Bö her Knall auf Knall vom Schützenfest; Erling ist Vereinsvorstand; die Schellen der Pferde ertönen vom Tal unten herauf, zwei Hengste halten oben im Stall die gute Laune aufrecht, sie wiehern um die Wette nach einer Stute, die den letzten Tag dort steht (sie soll unter der Obhut eines Hengstes auf die Weide); Großmutter geht herum und knickst „gratuliere“! Oline ist angekommen und huscht umher, stiller als ein Mäuschen, und räumt auf, Karen hat die Hälfte von Mutters sechs Paar Strümpfen aufgefressen und tut ganz geschwollen vor Scham und Reue, Dagny trappelt im Hemde umher mit staubigen Füßen noch von gestern, Erling streckt seine verbundenen Finger von sich und überlegt, ob er zu Amtmanns fahren und um Marit anhalten soll (Karoline ist gekommen); Petter reist hinter Keilhau her; — und Sonne und Fliegengesumme und Hahnenschrei und Stille und Flaggen — und
Dein Vater, der schreibt.