Mädi
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In Wien lernte ich ein wunderniedliches Mädel kennen. Wir verstanden uns im Augenblick — und solang ich in Wien blieb — von Mittwoch früh bis Freitag abend, 9 Uhr 30 — waren wir Ein Herz und Eine Seele.
Als ich abreiste, nahm sie weinend Abschied.
Und sprach:
„Adieu, Herzischatz, adieu! Behalt mich in gutem Angedenken! Nie hab ich vorher geliebt, nie werde ich nachher lieben.“
Ich streichelte ihr bewegt das Haar.
„Und, Herzischatz, sei nicht bös, wenn ich dir ein kleines Andenken anbiete.“
Sie reichte mir drei silberbeschlagene Spazierstöcke.
„Mädi! Pfui! Wie darfst du dir Auslagen für mich machen? Und gleich drei Stöcke!“
„Oh, die kosten mich nichts — die hat man in der letzten Woche bei mir vergessen.“