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500 Schwänke

Der Traum

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Paulchen ist erwacht, Paulchen ist angekleidet worden und erscheint glückstrahlend im Salon — im Kreis der Tanten, Großtanten und Basen.

„Ach, Paulchen! Das süße Paulchen! Wie hast du denn geschlafen?“

Paulchen hat herrlich geschlafen — und noch mehr: Paulchen hat geträumt.

„Zum erstenmal in seinem Leben,“ jubelt Mama. „Erzähl doch, erzähl doch, wie es war!“

Paulchen:

„Also, mich bin geträumt, es war Nacht, da is die Tür gegangen, da is ein Engel kommen in ein langes Hemd.“

Chor der Tanten:

„Ach, Paulchen, wie reizend!“

„Ja, in ein langes Hemd. ’s war aber gar kein Engel, ’s war Papa.“

„Was? Kein Engel? Es war Papa? Nein, wie niedlich!“

„Ja, un er is gar nicht zu Paulchen, er is gangen an Fräuleins Bett. Un hat gesagt: ‚Weißt was, Fräulein? Du bist gar kein Fräulein, du bist ein Engel.‘“

Mutti ist ein wenig verwirrt:

„Hör, Paulchen, Träume sind Schäume — Lügen. Die muß man auch nicht erzählen.“

„Oh, Mama,“ sagt Paulchen, „frag nur ’s Fräulein und Papa — denen hat das alles genau ebenso geträumt.“

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