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500 Schwänke

Egon

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Frau Bamberger — fünfunddreißig Jahre alt, geschieden, israelitisch — stand uns beim Tennis so im Weg, daß wir beschlossen, ihr einen Kavalier zu suchen.

Ich nahm meinen Neffen vor und sprach zu ihm:

„Egon, du bist nahezu akademischer Bürger. Ich werde dich mit einer scharmanten Dame bekannt machen.“

Er ist eine verschlossene Natur und durch den Verkehr mit sich selbst etwas scheu.

„Was soll ich mit ihr?“ fragte er unmutig.

„Du sollst ihr den Hof machen, sie wird dir sehr dankbar sein.“

Frau Bamberger nahm den jungen Mann mit sichtlichem Behagen in Empfang und schwenkte mit ihm in die Kirchholzanlagen ab.

Ich war neugierig. Brennend neugierig. Die Bekanntschaft mit der Frau — das mußte doch ein historisches Erlebnis für Egon werden.

„Na,“ fragte ich ihn am Abend, „was sagst du zu Frau Bamberger?“

„Deutsch gut. Französisch befriedigend. Englisch minus kaum genügend.“

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