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Verfall und Triumph, Erster Teil

Kino

Reading edition

I

Das Warenhaus wird gleich zusammenstürzen. Die Löschfahrzeuge durch die Straßen flitzen. Es heult und zischt die große Feuerspritze. Das Warenhaus wird gleich zusammenstürzen.

Kurt schluckte einen Apfelsinenkern. Hofdamen ihre seidenen Schleppen raffen. Die Schwindsucht-Mutter kann es nicht mehr schaffen. Kurt starb an jenem Apfelsinenkern.

Volksmassen trümmern ein die Kirchenfenster Und kippen um die sanfte Straßenbahn. Um Dagny aber heulen wir Gespenster, Ganz ausgefretzt von Morphium-Salvarsan.

II

Ein Polizist im Vorstadtviertel strolcht. Schon bröckelt aus der stählerne Kassenschrank. Das Liebespaar schläft selig auf der Bank. Ein Offizier ward in dem Park erdolcht.

Die stolze Festung sei im Sturm genommen! Die Hafenstadt zwing man zur Übergabe! Man trägt den Staatsminister nachts zu Grabe. In den Kasernen brüllen dumpf die Trommeln.

Mit Knall erfolgt jetzt eine Explosion. Die Arbeiter erklären stracks den Streik. Die Residenz ersäuft in Flammen schon. Der Kaiser heimlichst in ein Auto steigt.

III

Von Fahnen blühn die Gräber überdeckt. Zum Jahrestag macht man ein schönes Fest. Ein großer Chor die Marseillaise bläst. Man wird frühmorgens aus dem Schlaf geweckt.

Auf weitem Platze wird ein Zug gestellt. Die Säbel blitzen herrisch in der Runde. Ein Priester benedeit die Freiheitsstunde. Der Böller Schar im nahen Haine bellt.

Die Mädchen sind mit frischem Laub bekränzt, Sie schweben Engel weißlich, zart geneigt. Die Kathedrale in die Höhe glänzt. Ein Adler in die reinen Lüfte steigt.

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