← Table of contents
Fritzchen

Siebentes Kapitel.

Reading edition

Aber es ist ein undankbares Amt, Prophet zu sein.

Fritzchen schloß ihre Blumenblätter fester um sich zusammen. – Hier war eine Gelegenheit, so groß und stark, so weit und sonnig, eine Mutter zu haben, eine edle Freundin, ein fröhliches und doch weises Herz, stets aufmerksam und zur Stelle.

Nein, Fritzchen will das nicht. Sie geht in ihre Turmstube und spricht mit den Wolken, die über das Moor gehen. Das sind ihre Freunde und Gesellschafter.

Sie gehen massig, grauschwarz, mit hellen, blendenden Rändern. Unten sind es nur noch ziehende Schneeberge. Sie ziehen vorüber, andere kommen und ziehen auch. Schon wieder ist das Bild verändert. Die Sonne kämpft mit der schwarzen Wand, sie kämpft umsonst, sie erlischt. Horch, wie der Wind in Stößen kommt!

Dies Kind kennt die Wolken wie keines und den Wind ebenso. Ist es nicht mit ihm um die Wette geritten über die bräunliche Ebene?

Vielleicht ist es Gregor v. Zülchows eigenes Leben, sein kräftigstes, schönstes Leben, das da mit fliegendem Haar auf der schwarzen Möt über den Graben setzt hinter dem Böllinger Kreuzweg! Halt fest! – Oder läßt er es vorbei?

Nun ja, der Hans muß ja auch etwas haben, wenn er Hofprediger wird!

Gregor steht am Graben neben dem Kreuzweg. Welcher Teufel oder welcher Engel führte ihn hierher, da der Wind sauste und dies tolle, herrliche Bild heranführte?

Er stand still, am Fußsteige neben einem Baum.

»Hussa, Möt!«

Er aber war nicht mehr als ein Baum am Wege. Herrin, Königin in diesem Bilde war sie, die daher kam, sie, die Schwester und Braut des Sturmwinds!

Sie war vorüber, ohne ihn gesehen zu haben!

Wer sieht die Bäume an, wenn er mit den Wolken Haschen spielt? Er stand und sah ihr nach, der Staub flog hinter ihr auf.

* * *

Hans Henning kam zu seiner Mutter, die mit Gregor auf der Veranda saß. Morgen hieß es für beide Söhne wieder scheiden. Hans Henning mußte, Gregor wollte, so war es schon manch liebes Mal gewesen.

Der Abend dämmerte. Der Himmel stand regendrohend über den Bäumen des Gartens, sie raunten leise wie in bangem Vorgefühl. So bange war auch der Baronin zu Mut. Ach, dies immer neue Scheideweh! Und wer hielt des Scheidenden Herz, daß ihr wenigstens das blieb?

Ja, Gregor lieben, das hieß, täglich sterben. Liebte sie diesen Sohn am höchsten auf der Welt, so litt sie auch um ihn am tiefsten. Er rächte unbewußt den anderen, den Übersehenen, den immer matt und halb Geliebten.

Wie war dieses Jüngeren Herz jetzt voll! Stand es nicht auf seiner Stirn geschrieben, auf seinem Mund, seinen Augen, seinen Händen, in jeder Bewegung, die er tat? Aber man hatte keine Zeit, diese Ziffern zu lesen. Es war ja nur Hans!

Die Mutter sprach mit Gregor. Sie tippte an etwas, das auch sie hatte von fern nur läuten hören, ohne daß er ein Wort darüber verloren hatte: an seine Hofprediger-Aussichten.

»Gregor – ist etwas daran? Ist das möglich?«

Wie kalt und stolz blickten die blauen Augen! »Möglich? Ja, Mama. Aber lassen wir das, Du erfährst jede Tatsache, sobald sie vollendet ist!«

Gewiß, gewiß, sie erfuhr jede vollendete Tatsache. Das war die Speise, die ihr bester Sohn ihr gab, wenn ihr Mutterherz verhungern wollte.

Hans Henning aber brannte das Herz in der Brust. Ach, er wollte etwas anderes geben, als eine vollendete Tatsache. Ihn riß es, vor der Mutter hinzuknien, den Blondkopf in ihren Schoß zu legen. Mutter, bist Du zufrieden und froh, wenn ich mir das Fritzchen hole?

Leg' mir Deine kühle, weiße Hand auf, Mutter. Ich will reiten, morgen früh, ehe wir reisen, und das Fritzchen im Garten, oder in der Wiese oder in der Turmstube suchen und es nach seinen verbrannten Fingerchen fragen. Und dann auch noch nach etwas anderem. Gib mir einen Kuß, liebe Mutter, ich brauche sehr viel Mut. Mein kleiner Fritz träumt und fabuliert noch gar soviel, der merkt noch gar nichts von dem großen wilden Strom. Mutter, Du bist so klug, sage mir doch, ob es schon Zeit ist, sie aufzuwecken, oder ob es noch zu früh ist –.

»Lieber Gregor, wenn Du hin und wieder ein klein wenig mehr schreiben könntest – ich meine natürlich nur, wenn Du Zeit und Lust hast – aber manchmal ein bißchen ausführlicher, weißt Du. Ich kann mir oft so gar kein Bild von Deinem Leben machen. Nur so manchmal erzählen: Ich war dort oder dort, und wir haben dies und das gesprochen. Oder von dem, was Dich innerlich beschäftigt, Gregor, daß ich ein ganz klein wenig teilnehmen kann –«

Gregor lächelte. Es war ein flüchtiges, durchaus höfliches Lächeln, aber seine Mutter fürchtete sich davor. Auch jetzt wieder stieg es ihr heiß in die Wangen.

»So wird es sich schwer machen lassen, liebe Mama. Es fehlt die Zeit und die Unbeschäftigtheit, auf Deine Ideen einzugehen. Aber ich will möglichst daran denken.«

Er stand auf und sah über die Brüstung auf den umzogenen Himmel. In der Ferne wetterleuchtete es. Er dachte an ein anderes fernes Wetterleuchten, das an ihm vorbeigefahren war, heute am Kreuzweg, wo der breite Graben war.

Hans Henning sagte leise: »Mutter!«

Die fuhr aus schwerem Sinnen auf. »Ja, was willst Du?«

Der Ton der Frage war scharf und klar. Er klang nach einer Antwort wie die: »Mir fehlt noch Geld, Mutter.« Oder: »Ich brauche noch dies und das, wenn ich in die Garnison zurückkomme.« Aber nimmermehr nach einer so leisen, unbeholfenen Bitte: »Mutter, gib mir Rat. Ich bin Dein dummer, kleiner Junge und weiß nicht, wie ich mein Glück anfassen soll.«

Er war neben sie getreten, auch sie stand auf. Die Luft wehte kühler und schärfer, sie zog fröstelnd ihr leichtes Tuch über den Schultern zusammen. Sie war sehr groß, schlank und von stolzer Haltung wie ihr anderer Sohn.

Als Hans nicht gleich antwortete, sagte sie nervös: »Nun, was gibt's denn? Sprich doch schnell.«

In dem großen Jungen stieg eine jähe Bitterkeit auf. Noch nie hatte er empfunden wie heute, daß seine Mutter eigentlich niemals Zeit für ihn hatte. »Sprich schnell!« Ja, so war es immer gewesen. Ihm war ja auch sonst damit gedient, lang schleppende Auseinandersetzungen waren wahrlich nicht sein Fach.

Heute abend hätten sie vielleicht doch gepaßt. Oder auch nicht. Vielleicht hätten drei Worte es getan, aber davon konnte er im voraus nichts wissen. Doch dazu muß man stillsitzen und Zeit haben. Aber wer hat für ihn Zeit, er ist ja nur der Hans.

»Laß nur, Mama. Es war nichts.«

Sie sah schon wieder von ihm fort. »Kommst Du mit herein, Gregor?« bat sie.

Der kam von der Brüstung der Veranda, wo er in die Blitze gesehen hatte.

»Das Gewitter kommt nicht herauf«, sagte er in einem beruhigenden Tone.

Wen beruhigte er denn? Die Mutter und Hans hatten andere Dinge im Kopf, als ein Gewitter, das kommen könnte. Ach ja, es ist ein wunderlich trauriges Ding um solch einsames Nebeneinander, wo der eine Blitze sieht, der andere aber in den Blitzen ein schönes wildes Kind, oder wo eine arme Seele stumm ihr Leid anschaut, und es nicht verstehen kann. –

Hans Henning sah den beiden nach, wie sie durch die Glastüren gingen. Der helle Schein der Zimmerlampen überströmte sie. Da ging die kurze Bitterkeit in dem Jüngling unter.

Wem gab er denn Schuld, wenn er nur der dumme, lustige, beiseite geschobene Hans war? Wollte er mit dem Bruder hadern, weil er größer war, oder mit der Mutter, weil sie das fühlte und sah?

Such' Dir doch Deine Wege selber, Narr. Wer heißt Dich, noch an der Mutter Schürzenband zu hängen?

Er blieb auf der dunklen Veranda allein. Die Bäume rauschten stärker, Träume umfingen ihn. – Morgen in der Frühe, Du, mein wilder kleiner Vogel, werde ich Dich da fangen können? O, habe nicht Angst, ich will Dein feines Gefieder nicht zerdrücken und verletzen. Wie wir gelacht und fabuliert haben als Kinder, so wollen wir es weiter tun. Weißt Du noch die Schaukel in Eurem Garten, Fritz? Du wolltest ja immer so gerne fliegen. O, Du mein Prinzeßchen, ich könnte die Welt zerschlagen, um sie nach Deinem Gefallen aufzubauen. Und weißt Du noch, wie wir gestern abend die Feuergeister waren? Liebling, kleiner, Deine verbrannten Fingerchen möchte ich wiedersehen!

Sieh mal die Blitze da hinten, wie sie den Himmel aufreißen. Wollen wir hineingehen, Frida? Ach, wie ist das Glück so bange – ich habe es nie gewußt.

»Hans, sage mal, was treibst Du hier draußen! Mama ist schon zu Bett. Seit einer Stunde sitzest Du hier!«

Hans Henning fuhr auf. »Seit seiner Stunde –?«

»Junge, fehlt Dir etwas? Wie Deine Hände heiß sind! Warum kamst Du nicht mit herein?«

»Ich – weiß nicht. Ich habe mich wohl hier verträumt.«

»Hans – sag mir mal die Wahrheit. Du bist wohl verliebt?«

Sie standen jetzt beide beieinander. Es war zu dunkel, als daß sie ihre Gesichter sehen konnten. Wie stark der Wind gewachsen war! Es war ein Sausen und Brausen in den Bäumen des Gartens.

»Ich bin Dein Bruder, mein Junge«, sagte Gregor. »Du kannst Dich mir vertrauen.«

»Ja!« rief Hans Henning aus. Es war ein Ton des lautersten Frohlockens.

»Gregor – ich – siehst Du –«

Nein, es ging doch nicht. Hans sah verzweifelt zur Seite. Wie macht man es denn, daß man so etwas sagt?

»Es ist wohl Frida Dörfflin, um die es sich handelt«, sagte Gregor in völliger Gelassenheit.

Hans Henning antwortete nicht, das Herz schlug ihm bis zum Halse. Wie hatte die Nennung dieses Namens ihn durchschnitten! Wie konnte es nur so unsinnig weh tun, den Namen so kühl wie geschäftsmäßig nennen zu hören.

Gregor genügte wohl diese stumme Antwort. Er schwieg einen Moment.

»Das Kind!« sagte er dann in wegwerfendem Ton.

Hans Henning schoß das Blut wild ins Gesicht.

»Was meinst Du damit? Ich lasse nicht an ihr rühren.«

»Wer tut denn das?« sagte Gregor nachlässig. »Meinst Du etwa, sie sei kein Kind mehr? Verstehst Du Dich so wenig auf Menschenaugen? Bei diesem Mädchen ist alles noch Klarheit, Harmlosigkeit und ein vollständiges Spielen dem Leben gegenüber. Ich spreche das nicht als Tadel aus, sondern nenne es einen Vorzug.«

»Ich habe das auch schon gedacht«, murmelte Hans. Da stand er ja mit einem Male mitten in Frage und Antwort, Bitte und Rat, wie er es sich noch vorhin so sehr gewünscht hatte. Nur daß es nicht die Mutter war. Aber vielleicht wußte Gregor noch mehr von diesen Dingen.

»Ich dachte sonst – ich wollte morgen, vor der Abreise –«, stotterte der große Junge. »Ich will ja auch gar nichts an ihr zerstören, Gregor. Ich will ihr gar nicht viel von Liebe vorschwatzen. Nur wissen – ob sie mein Kamerad sein will – diese Ungewißheit, Gregor, die ist ja zu gräßlich –«

Gregor wandte sich ab und ging mit starken Schritten zweimal die Veranda auf und nieder. Dann blieb er vor Hans stehen, und als er sprach, klang seine Stimme wie geschliffener Stahl.

»Ihr seid beide noch Kinder. Durchbrich diesen Zustand nicht aus Übermut. Du schadest ihr und Eurem ganzen Verhältnis, Du veranlassest sie, sich zu verschenken, ehe sie sich kennt. Glaubst Du nicht, Hans, daß das eine Sünde an ihrem Geist und Wesen ist? Lerne warten, mein Junge, überlaß diese Sache der Zeit, bis die Blumen von selber aufbrechen.«

»Ist das so –?« stotterte Hans.

»Ja, Hans Henning, das ist so!« sagte Gregor.

Sein Ton legte sich wie eine eiskalte Hand dem Jüngling aufs Herz. – Hatte er vielleicht doch nur nach Hilfe verlangt, um die Antwort zu hören, die er wünschte?

Oder ahnte sein erwachtes Herz das Schwert in des Bruders weisem und wohlbegründetem Rat? Seine Lippen bebten, als er sagte: »Ich danke Dir. Ich will jetzt schlafen gehen!«

Er ging. Die Sporen klirrten leise. In dem erleuchteten Zimmer sah er im Spiegel sein Bild vorübergleiten. – »Überlaß es der Zeit –«

Vielleicht hat er recht, und ich handle verrucht, seine Worte zu verachten. Vielleicht bin ich ein Narr, wenn ich es nicht tue. Ich bin nicht weiter als zuvor.

Überlaß es der Zeit!

Ja, Du kaltes Herz, Dir steht es wohl an, so zu sprechen. – Aber hat ein heißes Herz mehr Recht und weiteren Blick?

Das wird heute eine friedvolle Nacht!

Gregor stand noch draußen. Das Gewitter hatte sich verzogen oder war landeinwärts niedergegangen. Es blitzte nicht mehr. Nur ein leichter Regen, durch den Wind hin- und hergetrieben, sprühte durch die Bogenöffnung der Veranda und tanzte oben auf dem Glasdach. Die Luft war stark abgekühlt.

Er stand eine kurze Weile und sah hinaus. Noch lagen seine eigenen klingenden Worte ihm im Ohr. »Überlaß es der Zeit, bis die Blumen von selber aufbrechen.«

Als er nach oben kam, fand er die Verbindungstür nach Hans Hennings Schlafzimmer geschlossen. Der Knabe grollt, dachte er, weil ich ihm sein Spielzeug fortnahm. Aber es ist nun einmal so. Ich tat recht, den Fuß darauf zu setzen. Das alles muß erst werden, und die Zeit ist mächtig. Gute Nacht, mein trotziger Junge, es kann sein, daß wir uns noch einmal an dieser Stelle treffen.

Vielleicht! Wer weiß es?

Er legte noch die letzte Hand an seinen Koffer. Den Rock, den er heute getragen hatte, zog er aus und packte ihn dazu. Dabei nahm er seine Brieftasche heraus und öffnete sie. Nur eine Kerze brannte auf dem Tische. An die Fenster trieb der Regen und die seitwärts geschlossenen Läden klapperten im Wind.

Gregor trat an das Licht und sah auf das Mädchenbild nieder, das er in Händen hielt. Es war ein feines Gesicht mit nervösem Mund und großen Augen: Prinzessin Maria, sie hatte es ihm selber geschenkt.

Nun beginnt das wieder! dachte der junge Pfarrer. Ja, die Erde ist weit, und wir haben Zeit zu vielen Dingen. Aber sie sollen mir alle dem größesten dienen!

* * *

Hans Henning hatte nicht aus Groll und Trotz die Verbindungstür zugemacht. Aber er empfand ein unklares, quälendes Gefühl der Furcht dem Bruder gegenüber, ein eisiges Widerstreben und Ablehnen, das er früher nie gekannt hatte. Eine Art Mißtrauen, das er sich dennoch nicht erklären konnte. Es wäre ihm fürchterlich gewesen, ihn heute noch sehen oder sprechen zu müssen.

Aber was nun weiter? Er hat gesprochen wie einer, der die Menschen und Dinge kennt. Ach ja, er wußte immer von jeher Bescheid.

Tue ab diesen miserablen Wust eigenen Wünschens und Parteinahme für Dich selbst! sagte Hans Henning zu sich und drückte die heiße Stirn an die beregnete Fensterscheibe. Mach's gefällig ein bißchen klar in Dir, oder Du bist ein Hund! Es kommt hierbei doch auf das Wohl, das Glück und die Seele meines kleinen Fritz an – sonst auf nichts. Und warum wollte ich sie fragen? Um mich zu beruhigen!

Also gut. Gregor hat recht. Gregor hat recht. Ganz egal, wie's mir eingeht oder einleuchtet, Gregor und die Vernunft haben recht.

Ach ja. Man muß auch manchmal Steine auf der Brust haben, das wird wohl nicht anders gehen.

Ich reite also morgen früh nicht. Nein – nicht. Laß es doch brennen.

Nein, jetzt nicht wieder anders denken. Ruhe!! Ich reite nicht.

Aber eins kann ich doch noch.

Er ging an einen alten Sekretär, schloß ihn auf, und aus dem hintersten Geheimfach, das wohl sonst schon Gott mochte wissen, welchen Familiengeheimnissen gedient hatte, holte er ein altes, verblichenes Kinderbildchen hervor. So hatte der Fritz ausgesehen, als er ihn zum ersten Male sah.

Hans hatte das Bild in einer Rumpelkammer auf Hohen-Leucken gefunden und ohne Gewissensbisse gestohlen. Wie zärtlich er es liebte! Es war sein kostbarster Schatz.

Die Augen sahen etwas trotzig und düster drein. Es war dem kleinen Kopf wie eine arge Zumutung erschienen, sich so dem Photographen hinzustellen. Sogar der süße Kindermund schien leise zu zucken. Das Hälschen, die runden kleinen Arme waren bloß, ein einfaches schottisches Kleidchen hing bis auf die Knie nieder.

»Damals hast Du die Tasse auch schon übergeschwappt, Fritz!« sagte Hans Henning.

Er küßte das liebe kleine Bild.

»Leb wohl, mein Liebling. Du mußt noch ein bißchen wachsen. Hörst Du, Unband, wachse schnell. Sonst halte ich das Warten doch nicht aus.«

Tür an Tür waren sie miteinander, und jeder hielt ein Bild. Der Hans mit seiner einzigen armen, starken jungen Liebe, dieser Hans, der nicht warten konnte, der mit seiner wilden, herrlichen Ungeduld rang wie mit einem durchgehenden Pferde – und der andere, der durch Blumenbeete ging und zu den Knospen sagte: Blüht nur erst auf, dann werden wir sehen. Es ist Zeit da zu vielen Dingen – –

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings