XIII. Eine Tochter für die Eltern.
Reading edition
Unsichtbarer, alliebender Gott! Wie soll ich dir danken für die unendliche Liebe, die du mir bewiesen hast und mir noch jeden Augenblick erweist, und deren Strahlen sich in der Freundlichkeit und Liebe abspiegeln, womit mich die umfangen, welche mir das Leben gegeben haben. Ach ja, mein geliebter Vater, meine teure Mutter sind mir wie zwei Engel, denen du befohlen hast, daß sie mich hüten sollen auf dem Wege, daß sie mich auf ihren Armen tragen und alle meine Schritte bewahren sollen, die sowohl für mein zeitliches, wie für mein geistiges Wohl Sorge tragen. Welche Segnung hast du nicht durch sie über mich ausgebreitet, wo gibt es wohl Eltern, die mit größerer Obhut für ihre Kinder sorgen könnten? Versagen sie sich nicht alles, um mir nur Freude und Glück zu bereiten? O mein Gott! indem ich dafür meines Herzens wärmsten Dank emporsende, bitte ich dich zugleich: Belohne du sie für alles mit deinem reichsten Segen. Verleihe ihnen viele und lange Lebenstage, daß sie noch lange meines Lebens Schmuck und Ehre seien; bewahre ihnen die Gesundheit und bereite ihnen eine Fülle der Freude. Laß sie in der Liebe und in der Hingebung ihrer Söhne und Töchter Ersatz für alle Bekümmernisse eines Vaters und einer Mutter finden, Ersatz für jeden mühevollen Tag und jede schlaflose Nacht, die wir ihnen bereitet haben. O, möchte es auch in mein Los fallen, ihnen Freude zu bereiten! Stärke mich, auf einen jeden Wink ihrer Hand acht zu geben, in Liebe und Gehorsam auf ihre Warnungen und Ermahnungen zu hören, und nach meinem ganzen Vermögen ihnen Freude zu bereiten. Erleichtere ihnen jede Bürde, und gib, daß sie selbst in ihrem hohen Alter, glücklich im Schutz der Liebe ihrer Kinder und Kindeskinder lebend, dir für deine gnadenreiche Führung bei vollen Geisteskräften danken mögen.
Amen!