VII. Vor der Niederkunft.
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Lieber Gott, du Gott der Gnade! Siehe, die Zeit nähert sich, daß ich gebären soll, und ich weiß, daß du in deiner Weisheit meinem Geschlecht bestimmt hast, daß wir in Schmerzen gebären sollen; o, willig unterwerfe ich mich deinem Vaterwillen; doch bitte ich: Vergilt' mir nicht nach meinen Sünden, sondern laß dein Erbarmen über mich wachen; stärke mich, daß ich in Kraft gebären möge, sei mir nahe mit deiner Hilfe, daß mein Herz bald froh werde, wenn ich den Neugeborenen gesund und frisch erblicke. Laß mich deine freundliche Stimme hören, die mir zuruft: »fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; bebe nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir und stütze dich mit meiner Rechten, ich selbst erlöse dich!«[68] Ja, Ewiger, du bist meine Stütze, meine feste Burg, meine Zuflucht in der Not, zu dir will ich mit Andacht aufschauen, daß du mir Kraft gebest, die Schmerzen der Geburt zu ertragen, du, meine ganze Hoffnung.
Amen!