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Gebete für Israeliten

V. In einer kinderlosen Ehe.

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Ewiger!»Kinder sind ja deine Himmelsgabe und Leibesfrucht eine Segnung, die von deiner Hand kommt!«[64] Wie sollte ich da nicht von ganzer Seele wünschen, mit Kindern gesegnet zu werden, die meines Herzens Freude sein und zu deiner Ehre erzogen werden sollten? O Herr! Wie der Vorzeit fromme Väter und Mütter bitte ich dich, mir diesen Segen zu verleihen, und mich noch Mutterfreuden genießen zu lassen. Aber wenn es in deinem unwandelbaren Rat beschlossen ist, mir dieses Glück zu versagen, so erfülle mein Herz mit innerlicher Ergebung in deinen Willen und mit vermehrter Liebe zu meinem Gatten, daß ich darin zehnfältigen Ersatz finde. Es sei ferne von mir, meinen Trost in dem Gedanken zu suchen, welch' eine schwere Bürde oft die Erziehung und die Versorgung der Kinder ist, wie viel Kummer sie nicht selten verursachen,—dient doch das gerade zu der Eltern Heil, o Herr! da diese erst aus der Mühe und Sorge, die ihnen ihre Kinder machen, erkennen, welchen Dank sie ihren Eltern schuldig sind.—In dieser meiner Sehnsucht nach Kindern will ich einen väterlichen Wink erkennen, den du mir gibst, die mir verliehenen irdischen Kräfte und Besitztümer zum Wohle derer anzuwenden, die in Bedrängnis sind. Ich will meinen Beistand der Kinderschar des Armen zuwenden, ich will ihnen zur Erkenntnis der heiligen Lehre förderlich sein, daß sie zur Rechtschaffenheit und Gottesfurcht aufwachsen, ich will den Verwaisten eine Mutter sein und reichen Beitrag spenden zum Besten jeder Wohltätigkeit, wie zu deinem heiligen Hause. Ich will in Frömmigkeit und Liebe wandeln, daß ich dadurch vielleicht eine Seele zur Tugend, zur Wahrheit und zum Glauben führen kann, daß sie geistig zu meinem Kinde werden möge. Ach Herr! Stärke mich in diesem Vorsatz und gib mir Kraft, ihn auszuführen, daß jene Worte, die du den Propheten verkündigen ließest, einst wie himmlischer Gesang vor meinen Ohren erschallen mögen:»So spricht der Herr zu den Unfruchtbaren, welche meine Sabbattage halten und wählen, was mir angenehm, und an meinem Bunde festhalten,—diesen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern Hand und Namen geben, was da besser ist, als Söhne und Töchter; einen ewigen Namen gebe ich ihm, der nicht ausgetilgt werden soll.«[65] Ja, o Gott, gib mir einen ewigen Namen im Buche des Lebens, und ich fühle mich getröstet.

Amen!

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