Dankgebet nach einer überstandenen Krankheit.
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7.»Wie soll ich dir danken, o Herr, für alle deine Wohltaten,«[87] daß du nicht nach meinen Sünden mit mir verfahren und mir nicht nach meinen Missetaten vergolten, sondern dich über mich erbarmt hast, wie ein Vater sich über seine Kinder erbarmt? Wie soll ich dir danken, daß du meine Stütze in all meiner Schwäche warst!»Siehe, ich kam der Pforte des Todes nahe; da rief ich zu dir, und du sandtest mir dein Wort und heiltest mich.«[88] O, laß den geringen Dank meines Herzens für jede Linderung, für jede Tröstung und Erquickung als ein Rauchopfer zu dir emporsteigen.»Ja, Du gabst mich dem Leben zurück, und alle Tage meines Lebens will ich dir dafür danken, indem ich demütig deine Wege wandle und stetig mir vergegenwärtigen will, daß du es gewesen, der mich aus dieser Gefahr und Seelenangst errettet hast.« Verleihe mir deinen Beistand zur Erfüllung meiner Gelübde, daß ich mein Leben deinem Dienste weihe (und der Erziehung meiner Kinder in deiner Furcht) und deinen Namen und deine Güte vor meinem Geschlechte preise. Laß mich stets mit einem dankbaren Sinn mich aller Hilfe, Teilnahme und Tröstungen erinnern, welche treue Verwandte und Freunde mir auf meinem Krankenlager zuteil werden ließen, und alle Freundlichkeit und Sorgfalt und Geduld, die selbst bezahlte Diener mir bewiesen. Jetzt habe ich vollkommen das Weh der Krankheit kennen gelernt; jetzt verstehe ich den Schmerz der Armen, welche auf dem Siechbette seufzen; ach wollest du, o Gott, mir deinen Geist und deine Kraft mir dazu verleihen, sie zu pflegen, ihren sinkenden Mut aufrecht zu halten und ihre Hoffnung durch dein Wort zu beleben! O, Allbarmherziger, laß meine Krankheit meinen Geist geläutert und mich von den Sünden gereinigt haben, daß ich auch ferner deines väterlichen Schutzes würdig sein möge! Behüte du meine Wege, und niemals wird meine Seele aufhören, dir Lob und Dank und Preis zu bringen.
Amen!