Sonntags am Rhein
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Des Sonntags in der Morgenstund, Wie wandert’s sich so schön Am Rhein, wenn rings in weiter Rund Die Morgenglocken gehn! Ein Schifflein zieht auf blauer Flut. Da singt’s und jubelt’s drein; Du Schifflein, gelt, das fährt sich gut In all die Lust hinein? Vom Dorfe hallet Orgelton, Es tönt ein frommes Lied, Andächtig dort die Prozession Aus der Kapelle zieht. Und ernst in all die Herrlichkeit Die Burg herniederschaut Und spricht von alter, starker Zeit, Die auf den Fels gebaut. Das alles beut der prächtge Rhein An seinem Rebenstrand Und spiegelt recht in hellem Schein Das ganze Vaterland. Das fromme, treue Vaterland In seiner vollen Pracht, Mit Lust und Liedern allerhand Vom lieben Gott bedacht. Robert Reinick
