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Bach und Strom

Der versenkte Hort

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Es war einmal ein König, ein König war’s am Rhein, Der liebte nichts so wenig als Haders Not und Pein. Es stritten seine Degen um einen Schatz im Land Und wären fast erlegen vor ihrer eignen Hand. Da sprach er zu den Edlen: „Was frommt euch alles Gold, Wenn ihr mit euern Schädeln den Hort erkaufen sollt? Ein Ende sei der Plage, versenkt ihn in den Rhein; Da bis zum jüngsten Tage mag er verborgen sein.“ Da senkten ihn die stolzen hinunter in die Flut: Er ist wohl gar geschmolzen, seitdem er da geruht. Zerronnen in den Wellen des Stroms, der drüber rollt, Läßt er die Trauben schwellen und glänzen gleich dem Gold. Daß doch ein jeder dächte, wie dieser König gut, Auf daß kein Leid ihn brächte um seinen hohen Mut. So senkten wir hinunter den Kummer in den Rhein Und tränken frisch und munter von seinem goldnen Wein. Karl Simrock

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