Der Drachen-Schläger
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Die Trauer barg in schweren Gewölken das Land am Rhein: Der Drache trug Begehren nach des Königs Töchterlein. Man konnte sie nicht versagen des wilden Wurmes Gewalt: Die Helden lagen erschlagen, der König war viel zu alt. Die schwarze Trauerfahne, sie wallte weit ins Land: Auf hohem Turm-Altane die schöne Jungfrau stand: „Fahrt wohl nun, Rosen und Reben! Fahr wohl, du rauschender Rhein: Nun muß mein junges Leben in den Tod gegeben sein.“ Da nach dem Königsschlosse ein schimmernder Reiter ritt: Er ritt auf weißem Rosse, drei Schwäne flogen mit. „Nun laßt das Trauern und Klagen, nun wird das Weh gewandt; Ich werde den Lindwurm schlagen, Siegfried von Niederland. Aus eitel Sonnenlichte geschmiedet ist mein Schwert, Vor mir wird all zunichte das Nachtgewürm der Erd.“ Felix Dahn