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Bach und Strom

Hagen

Reading edition

Unten wiehert ein Roß. Zur steilen Wacht Empor steigt Hagen mit funkelnder Pracht, Heiser hat sich der Tag gekräht, Ein Felsenwind herüberweht. Lache, du blaue Nacht. Lorchheim schimmert noch fern am Rhein, An beiden Ufern mit bleichem Schein Die milchweißen Häuser hängen, Die sich im Wasser drängen. So schwer ist ihm das braune Gold, Das auf dem Schilde klappt und rollt. Lang hat er’s nun mühselig gesucht, Jetzt fühlt er, daß der Schatz verflucht. Lache, du blaue Nacht.

Drei badende Nixen
Drei badende Nixen

Von geneigtem Schilde Gold und Gestein Platscht in die trüben Wellen hinein Und schäumend, jubelnd greift die Flut Mit Armen nach dem kostbaren Gut. „Nun ist es vorbei!“ Ein Schein noch blinkt Von dem Gold, das langsam untersinkt. Und Nixen drohen im Schleiertuch: „Wohl, der Schatz zerging, doch es blieb der Fluch! Lache, du blaue Nacht!“ Wilhelm von Scholz

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