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Die Spur

Gebet

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Und wenn ich bete, Gott, erhörst du mich? Genügt es, daß ich wieder Beter werde? Erleichterst du mir dann den Druck der Erde, Der mir so selten von der Seele wich?

Ich bin dein treues Kind von Anbeginn Und habe dich dereinst so gut verstanden. Wohl ging ich Wege, die dich nicht mehr fanden, Dir immer nach und wußte nicht, wohin.

Auf tiefes Dienen war ich stets bedacht, Und lag nicht deine Huld auf meinem Dienen? Jetzt freilich zürnen, Meister, deine Mienen, Und über meinem Scheitel wächst die Nacht.

Daß ich so schwach bin, hab ich nicht gewußt, Von aller Welten-Schwachheit so durchdrungen! Willst du die Demut, ist dirs bald gelungen, Schon atme ich mit halberstickter Brust.

Soll ich bezeugen, Ewiger, deine Macht? Sollen auf freiem Markt die Wunden bluten? Gezüchtigt von der Schärfe deiner Ruten Und wehrlos als dein Opfer dargebracht?

Ich hoffe noch, auch wenn es Hoffahrt ist, Daß du mir Gutes willst in deinen Plänen. Und halte fest an meinem Kindersehnen Und zehre noch an einer Gnadenfrist.

O öffne, Furchtbarer, dein Stahlvisier! Nur einen Blick aus deutlichem Gesichte! Wenn du mich retten willst, Vorsitzer im Gerichte! Ich habe grenzenlose Angst vor dir!

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