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Die Spur

Der Heller

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Geld ist Staub in meiner Hand, Den ich unbedacht vergeude. Aber groß war meine Freude, Als ich einen Heller fand.

Hatte alles ausgegeben, Hunger mir am Marke fraß, Und ich sah entnervt in das Mitleidlose Großstadtleben.

Alle Taschen gut verschlossen, Alle Seelen zugeknöpft. Ich begriff, daß man geköpft Werden kann um einen Groschen.

Ich begriff, daß sich ein toller Kerl an wem vergreifen kann. Dieser Ohnmacht Wut und Bann — Nichts auf Erden grauenvoller!

O, wie muß der Arme hassen! Fenster, die den geilen Duft Dich Lebendigen in der Gruft Wie zum Hohne ahnen lassen.

Lächelnde, kokette Frauen Zeigen an dem Straßenkleid Alle üppige Kostbarkeit, Während dir die Sinne flauen.

Unbekümmert rollen Wagen, Ohne dich zu kennen, hin, Die zum Schmaus, zur Buhlerin Oder ins Theater tragen.

Ich blieb stehn und ich lief schneller, Starrte an und blickte weg. Plötzlich lag vor mir im Dreck Ein verlorner alter Heller.

Und mir wars, als ich mich bückte, Wie ein Gruß des neuen Tags. Und mein Herz ging bessern Schlags, Als ich in der Hand ihn drückte.

Diesen Heller, der mir lachte, Wertlos zwar, und doch ganz mein, Ein Geschenk, das mir der Stein Wie in lieber Absicht brachte.

Wie um mir die Nichtigkeit Und des Zufalls Wurf zu zeigen. Mensch, sei frech, mach dir zu eigen! Dieser Griff hat mich befreit.

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