Viertes Kapitel Heimliche Flucht
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»Mein junger Freund hat ein sicheres Auge und eine ruhige Hand,« sagte Humbati, als die drei Jäger sich bei dem erlegten Wilde zusammenfanden. Er lehnte sich auf seinen Wurfspieß, dessen stumpfes Ende er auf den Boden gestemmt hatte, und betrachtete Pieter Maritz mit einem Blick, aus welchem Bewunderung sprach, während ein höfliches Lächeln um seinen Mund spielte.
Der Knabe blieb auf dem Pferde sitzen und beugte sich hinab, um die Antilopen zu betrachten. Jager senkte den Kopf und beroch gleich einem Jagdhund die Beute.
»Das Gewehr der weißen Männer trägt weiter als der Assagai und der Pfeil,« fuhr Humbati fort. »Gewiß aber giebt es nicht viele Männer unter den Buern, die so gut schießen wie mein junger Freund.«
»Ich bin nur ein Knabe,« entgegnete Pieter Maritz, »und ich hoffe, noch schießen zu lernen, wie die Buern schießen.«
Humbati schwieg eine kleine Weile und fing dann von neuem an. »Es giebt sehr viele Buern. Ihre Zahl ist groß, und viele wohnen in ihren Wagen und Zelten, viele aber auch in großen Häusern, welche immer auf derselben Stelle bleiben. Doch der englischen Krieger giebt es noch mehr, und sie werden die Buern zu ihren Sklaven machen.«
Ein Zornblitz schoß aus des Knaben Augen hervor, und er erwiderte heftig: »Das wird niemals geschehen, solange noch ein Buer lebt, der das Gewehr tragen kann.«
»Mein junger Freund hat recht,« sagte Humbati. »Edle Männer sterben lieber, als daß sie unter den Armen leben und am Festmahl der Vornehmen keinen Anteil haben. Der große König Tschetschwajo liebt die Buern, denn er weiß, daß sie Krieger sind. Wenn die Buern dem mächtigen König helfen wollten gegen die Engländer, so würden sie ihm gegen ihren eigenen Feind helfen. Humbati und Molihabantschi möchten dies den weisen Männern unter den Buern sagen, aber die Buern wollten die Gesandten des Königs tot schießen. Mein junger Freund ist sehr weise, obwohl er an Jahren noch jung ist. Er kann Humbati und Molihabantschi einen guten Rat geben, wie sie es machen sollen, um die Buern der Freundschaft Tschetschwajos zu versichern.«
Mit überlegender Klugheit hatte der Zulu zu seiner Rede einen Augenblick gewählt, wo der Knabe in stolzer, freudiger Erregung war. Und beinahe wäre Pieter Maritz darauf eingegangen, dem Gesandten wirklich einen Rat zu geben oder ihm behilflich zu sein. Aber noch zu rechter Zeit entsann er sich der eigenen Unerfahrenheit und des Auftrags, den er von Baas van der Goot erhalten hatte.
»Sind es die jungen Knaben unter den Zulus, welche den Führern Rat erteilen?« fragte er lächelnd.
Humbati wandte sich zur Seite und wechselte einen Blick des Verständnisses mit Molihabantschi. Er wunderte sich über die Antwort, und sein Freund teilte dies Gefühl.
»Ich kann euch beiden nur einen Rat geben,« fuhr Pieter Maritz fort. »Das ist, ruhig eure Straße zu ziehen, bis ihr an die Grenze eures Landes kommt. Denn wir Buern trauen euch nicht, weil Tschetschwajo oft in unser Land eingebrochen ist und durch seine Heere Vieh hat forttreiben und die Dörfer verbrennen lassen.«
Die Zulus tauschten wieder einen Blick miteinander aus, aber sie antworteten nichts weiter, sondern machten sich an die Arbeit, das Wild zu zerlegen, wobei sie sich der scharfen Klingen ihrer Assagaispitzen bedienten. Zuerst öffneten sie den Tieren den Leib, nahmen mit großer Geschicklichkeit die Gedärme heraus und tranken nach ihrer wilden Art das Blut, welches sich in der Bauchhöhle sammelte, während das Herz noch in seinen letzten Pulsen schlug. Dann lösten sie den Rücken der Tiere heraus, schnitten die Hinterschenkel ab und luden diese Stücke, wohl eingewickelt in breite Blätter, um sie vor der Sonne zu schützen, auf ihre Schultern. Das übrige ließen sie liegen. Dann traten alle drei den Rückweg nach der Lagerstelle an.
Hier hatten die Diener inzwischen nach mehrstündiger Arbeit wieder Ordnung geschaffen. Sie hatten die Zugochsen nach langem Suchen und Jagen wieder zusammengetrieben, wobei ihnen der Instinkt der Tiere zu Hilfe gekommen war. Denn diese hatten sich nicht allzu weit entfernt, sondern waren, nachdem das Gebrüll der Löwen verstummt war, auf weichen Grasplätzen innerhalb des Dickichts am Flusse geblieben. Doch fehlten zwei der Ochsen, welche trotz aller Mühe nicht hatten aufgefunden werden können, und es war allen wahrscheinlich, daß sie von den Hyänen zerrissen worden seien. Beide Ochsen gehörten zum Zuge des Smauses Abraham ten Winkel, und der unglückliche Mann, der schon so viel Widerwärtigkeiten innerhalb der letzten Tage erlitten hatte, konnte sich über diesen neuen Verlust nur schwer trösten.
Als die Jäger mit dem Wildbret erschienen, wurden Vorkehrungen zu einer gemeinsamen Mahlzeit getroffen, welche Frühstück und Mittagessen in sich vereinigen sollte. Denn die Sonne stand schon hoch am Himmel, die gewöhnliche Einteilung der Zeit konnte heute nicht inne gehalten werden, und der größere Teil der heutigen Weiterfahrt mußte auf den Nachmittag und Abend verlegt werden. Nun wurden Kessel über Feuerlöchern angesetzt und Kaffee und Mais gekocht, dazu eiserne Gabeln in den Boden gestoßen, über denen Spieße mit Antilopenbraten sich drehten. Nur die Zulukrieger verschmähten das über dem Feuer gebratene Fleisch und bereiteten es sich in ihrer eigenen Weise zu. Sie legten einen Antilopenrücken ohne Salz einfach in die Kohlen hinein und drehten ihn im Feuer mit einem Stabe um, wenn er gar zu arg zu verbrennen drohte. Nach einer Weile zogen sie dann den Rücken heraus, rissen das mürbe Gewordene mit den Fingern ringsum ab, verschlangen es und warfen den noch rohen Teil von neuem in die Kohlen. Das wiederholten sie mehreremale, bis sie alles bis auf den Knochen abgenagt hatten.
Nach der Mahlzeit trennte sich die Gesellschaft. Der Jude zog gen Norden, betrübt über die Verluste, die er an dieser Stelle erlitten hatte, der Missionar mit seiner Begleitung wandte sich nach Südosten. Der Wagen dieses letztern Zuges war um eine stattliche Beute bereichert worden: die Felle der beiden gewaltigen Löwen, welche die Zulus mit geübter Hand abgehäutet hatten. Um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden, das den roten Wagen des Juden betroffen hatte, ward die Furt genau untersucht. Denn die Flut hatte sich nur wenig verringert, so daß das Wasser nur wenige Handbreit niedriger stand als am vergangenen Tage. Die Zulus gingen daher zuerst in den Fluß und erprobten dessen Tiefe und Gangbarkeit. Sie fanden eine Stelle etwas oberhalb des Punktes, wo der Wagen des Smauses umgestürzt war, weil ein Rad über einen allzu hohen Stein wegging. Hier war der Boden eben, und das Wasser ging an den tiefsten Punkten den Zulus nur bis an die Mitte der Brust. Der Zug der Ochsen ward hierher geführt und quer hindurchgeleitet, und das Überschreiten der Furt lief glücklich ab. Zwar kamen die Ochsen so tief hinein, daß sie zuweilen schwimmen mußten und daß nur noch ihre Köpfe mit den langen Hörnern und dem dicken Jochholz oberhalb des Wasserspiegels zu sehen waren, aber der Zug war so lang, daß der größere Teil der Tiere immer gehen konnte. Als die Hinterochsen noch schwammen, wandelten die vordersten Paare schon jenseits auf dem Ufer, und so wurde kein Paar seitwärts getrieben, obwohl der Fluß ziemlich reißend strömte. Pieter Maritz schloß den Zug auf Jagers Rücken. Es machte ihm wenig aus, daß seine Stiefel und ledernen Beinkleider naß wurden, denn sie waren von der Jagd her noch nicht wieder ganz trocken. Aber bald sollten sie trocknen. Das jenseitige Ufer war kahl und sandig, der Weg auf eine unabsehbare Entfernung hin ohne Baum und Strauch und die Sonne von einer ungewöhnlichen Glut. Sie stand zur rechten Hand des Zuges ganz hoch am Himmel, und ihre Scheibe erschien durch die erhitzte Luft über der Erde in einer eigentümlichen Weise verändert. Sie schwamm wie ein goldener Teller im weißlich flimmernden Luftmeer. Nur unten, dicht über dem Horizont waren leichte, duftige Wolken zu sehen, sonst glich die ganze Himmelsdecke einer riesigen glühenden Kuppel von funkelndem Metall. Die Erde war unter diesem Strahlenglanz in hohem Grade erhitzt und schien dem Himmel gleich zu brennen. Die Ochsen hoben im Marsche ihre Beine hoch auf und tauchten mit sichtbarem Widerstreben ihre Hufe in den Sand. Links und rechts lagen an mehreren Stellen des Weges Gerippe, welche seltsam vom Boden emporblickten, indem neben den starken, gewölbten Rippen der weiße Schädel mit den gebogenen, langen, schwarzen Hörnern emporragte.
Der Missionar hatte sich in den Wagen gesetzt, um unter dem Verdeck geschützt zu sein, die farbigen Diener hatten breitrandige helle Filzhüte auf dem Kopfe, nur die Zulus gingen schutzlos in der Sonne und ließen das Licht ruhig auf ihre krausen Frisuren und die glänzenden schwarzen Körper fallen. Nichts Lebendes ließ sich zu dieser Stunde außer dem Zuge des Missionars auf der Ebene sehen, nur einmal rannte in weiter Ferne ein Rudel Zebra dahin, deren schwarze und weiße Streifen Pieter Maritz mit seinen scharfen Augen unterscheiden konnte.
Der Marsch hatte nun schon über drei Stunden gedauert, den Zugochsen hing die dürstende Zunge aus dem Halse, und noch war kein Fleck zu sehen, der sich zur Ruhe geeignet hätte. Der Missionar ließ halten und kam aus dem Wagen hervor.
»Es geht so nicht weiter,« sagte er zu Pieter Maritz, »was sollen wir machen? Die Tiere bedürfen des Wassers, aber wir finden hier kein Wasser am Wege.«
»Ich sehe dort einen Hügel,« sagte der Knabe, zur linken Hand hin weisend. »Ich will mit den Zulus dorthin, um zu sehen, ob wir an seinem Fuße Wasser finden. Wir wollen Spaten mitnehmen, um ein Loch zu graben.«
»Gut,« sagte der Missionar, »aber die Tiere können es nicht lange mehr aushalten, und wir müssen ihnen wohl aus dem Fasse geben.«
Er ließ die Ochsen ausspannen, damit sie sich erholen könnten, und man sah sie alsbald nach allen Seiten hin schnuppern, ob sie etwa eine ferne Quelle oder auch nur ein Wasserloch entdecken könnten. Aber sie senkten mutlos die Köpfe und stellten sich dann so, daß ihre brennenden Hufe im Schatten der eigenen Körper standen, wobei sie sich zusammendrängten und immer die außerhalb Stehenden sich bemühten, in das Innere des Haufens einzudringen. Der Missionar ließ indessen aus dem Fasse in Becher laufen und erquickte seine Begleiter und sich selbst. Das Wasser war warm geworden und zu einer andern Zeit würde es wohl von jedem verschmäht worden sein, aber heute erschien es allen wie ein köstliches Getränk. Als dann die Menschen getrunken hatten, ließ er einen Eimer füllen, und mit großer Not inmitten der sich nun herandrängenden Tiere wurde jedem der Ochsen ein kleiner Trunk verabreicht.
Währenddessen begaben sich Pieter Maritz und die Zulus, denen sich zuletzt auch noch der Missionar selbst zu Pferde anschloß, nach dem Hügel und spähten eifrig nach Fußspuren von Wild, welche angedeutet haben würden, daß Wasser in der Nähe sei. Aber es waren keine Fährten zu entdecken. Der Hügel war entlegener, als sie zuerst vermutet hatten, und nahm beim Näherkommen eine andere Gestalt an, indem er sich als Ausläufer einer Hügelkette zeigte. Er war sandig, mit Steinen bedeckt und ohne jeden Pflanzenwuchs, aber als die Reisenden auf seinen Gipfel kamen, sahen sie Buschwerk und einzelne Bäume auf der andern Seite. Die Zulus entdeckten sogar, was die Weißen nicht zu erkennen vermochten: den Rauch aus menschlichen Wohnungen in weiter Ferne sich aus waldiger Umgebung emporkräuseln. Belebt durch die Aussicht auf das Buschwerk, da dies die Hoffnung auf Wasser erweckte, stiegen sie den Hügel auf der andern Seite hinab, waren aber erst einige hundert Schritte gegangen, als sie plötzlich still standen, indem sie frische Spuren von Löwen am Boden bemerkten, die vor ganz kurzer Zeit auf diesem Platze gewesen sein mußten. Dann gingen sie, vorsichtig um sich blickend, weiter. Am Fuße des Hügels erblickten sie gar bald ein rundes Loch in der Nähe einiger Rhenosterbüsche, und dies Loch war mit Wasser gefüllt. Sie eilten dahin, aber ein abschreckender Gestank kam ihnen entgegen. In dem Wasser von trübem Aussehen schwamm eine Masse, welche nicht deutlich zu erkennen war, und als die Zulus diese Masse mit dem Schafte ihrer Spieße bewegten und emporhoben, zeigte sich, daß es eine tote Hyäne war. Dem Anschein nach war dies Loch von Kaffern gegraben und das Wasser von ihnen vergiftet, um die Raubtiere zu vertilgen. Es mußten Wohnungen von Kaffern in dieser Gegend sein.
Mit Abscheu wandten sich die Reisenden von dem häßlichen Anblick des vergifteten Tieres ab und gingen weiter, auf die Bäume zu, als sich ihnen ein Schauspiel von herzbewegender Traurigkeit bot. Ganz einsam unter einem der Bäume, Euphorbien, die ihre blattlosen Zweige von dem glatten Stamm aus in gleichen Winkeln kandelaberförmig in die Höhe streckten, saß ein altes, schwarzes Weib, nackt, ein lebendiges Gerippe, und lehnte ihr weißhaariges Haupt auf die Kniee. Sie blickte empor, als sie die Nähe der Fremden bemerkte, und blickte entsetzt auf die weißen Gesichter. Dann versuchte sie aufzustehen, um zu fliehen, aber zitternd vor Schwäche sank sie wieder zusammen.
Der Missionar stieg vom Pferde, redete sie mit sanftem Tone in der Sprache des Volkes jenes Landes an und nannte sie mit einem Namen, welcher unter jedem Himmelsstrich süß klingt, und selbst das Ohr des Wilden sanft berührt. »Meine Mutter,« sagte er, »fürchte nichts. Wir sind Freunde, wir wollen dir kein Leid thun. Wie kommst du in diese Wildnis, und warum bist du so allein?«
Sie antwortete zuerst nicht, sondern sah nur erschrocken in des Missionars Gesicht, bis er seine Frage wiederholte. Dann sagte sie mit schwacher Stimme: »Ich bin eine alte Frau, ich sitze hier seit vier Tagen; meine Kinder haben mich hier zurückgelassen, damit ich sterbe.«
»Deine Kinder?« fragte der Missionar.
»Ja,« sagte sie, die magere Hand auf ihre welke, runzlige Brust legend, »meine eigenen Kinder, drei Söhne und zwei Töchter. Sie sind dorthin gegangen, nach jenen blauen Bergen und haben mich hier zurückgelassen, um zu sterben.«
»Und warum haben sie dich verlassen? Ich bitte dich, sage es mir!« rief der Missionar voller Entsetzen, indem er seine Hände faltete.
»Ich bin alt,« sagte sie, »und ich bin nicht mehr kräftig genug, ihnen zu dienen. Wenn sie auf die Jagd gehen, kann ich nicht mehr das Fleisch nach Hause tragen, weil ich zu schwach bin. Ich kann kein Holz mehr sammeln, um Feuer zu machen und ich kann auch ihre Kinder nicht mehr wie früher auf meinem Rücken tragen.«
Als das alte Weib so sprach, blickte der Missionar gen Himmel und weinte laut. »O Heidentum!« rief er, »o Heidentum! O du Heiland aller Menschen, laß deine Liebe zu diesem armen, unseligen Volke kommen!«
Auch Pieter Maritz konnte seine Bewegung nicht verbergen, und obwohl ihm die Zunge vor Hitze und Durst am Gaumen klebte, rann ein Strom von Thränen über seine Wangen. Nur die Zulus blickten unbewegten Auges auf die Scene und betrachteten die Thränen der Weißen mit verächtlicher Verwunderung.
»Ich bin erstaunt, dich hier lebend zu sehen,« sagte der Missionar von neuem zu der Alten. »Denn es gehen Löwen hier umher und müssen dich längst bemerkt haben.«
Die alte Frau faßte die Haut ihres linken Armes mit den Fingerspitzen und zog sie empor, als sei es lockeres, leichtes Gewand. »Ich habe die Löwen gehört und gesehen,« sagte sie, »aber es ist nichts an mir, was sie fressen möchten.«
Der Missionar griff in die Tasche und holte ein Stück Maiskuchen und gedörrtes Fleisch hervor. »Nimm dies, meine Mutter,« sagte er, »und iß. Wir wollen dich nicht sterben lassen, du sollst nicht hier bleiben. Wir wollen dich mit uns nehmen und für dich sorgen.«
Die Alte nahm die Lebensmittel, aber als sie die Worte des Missionars hörte, fing sie vor Angst zu zittern an. »Ich will nicht mit,« sagte sie flehend, »laßt mich hier. Es ist so unsere Sitte, ich bin auch schon beinahe tot, ich will nicht das Sterben noch einmal anfangen.«
Vergeblich redete der Missionar ihr zu und versprach ihr, sie zu stützen, daß sie zu seinem Wagen gehen könne, und auch künftig für sie zu sorgen. Sie ward von diesen Vorschlägen so erregt, daß sie in Krämpfe zu verfallen drohte, und der Missionar mußte davon abstehen, sie mit sich zu nehmen. Doch beschloß er, mit dem Wagen hierher zu kommen, sobald sich Wasser gefunden hätte, weil er es nicht übers Herz bringen konnte, die alte Frau zu verlassen. Er wollte seine Reise unterbrechen und von der vorgesetzten Richtung abbiegen, um dies unglückliche Wesen zu beschützen. So setzten die Reisenden vorläufig ihren Weg fort.
»Dieses sklavische Volk hat schlechte Sitten,« sagte Molihabantschi. »Es ist nicht gut, die alten Leute verhungern zu lassen. Selbst die Löwen haben bessere Sitten, denn wenn sie eine Beute teilen, fressen die alten Tiere zuerst, und die jungen warten, bis jene satt sind. Ist aber ein Löwe zu alt und schwach, um mit auf die Jagd zu gehen, so bringen ihm seine Kinder das Futter.«
»Glaubst du, daß die Löwen dies mit Verstand und Überlegung thun?« fragte der Missionar.
Molihabantschi sah ihn verwundert an. »Die Löwen sind sehr klug,« erwiderte er. »Ich sah einen Löwen, welcher auf einem Felsen am Flußufer lauerte, um Zebras zu fangen, welche zur Tränke gingen. Er wollte auf das letzte Tier der Herde springen, aber versah sich und sprang zu kurz, so daß die Zebras flohen und er keines davon bekam. Da beguckte er sich die Stelle, von wo er gesprungen war, und machte den Satz mehreremale, bis dieser weit genug war. Dann kamen noch zwei Löwen zu ihm und sie gingen zusammen auf und ab, wobei er ihnen die Stelle zeigte, wo die Zebras zu trinken pflegten. Sie sprachen dabei laut miteinander, doch konnte ich kein Wort verstehen, obschon sie stark brüllten.«
Pieter Maritz und der Missionar wußten, daß die Kaffernvölker glauben, die Tiere sprächen miteinander, und sie lachten nicht über die Erzählung des Zulu. Sie schritten weiter im Thale hin und kamen zu ihrer Freude an ein Gewässer. Zwar war es nur ein Teich, der nicht im Fließen war und trübe aussah, aber sie waren glücklich. Der Missionar beschloß, hier Rast zu halten.
»Ich habe die Absicht, mich nach Botschabelo, der Missionsstation, zu begeben,« sagte er zu dem Knaben. »Ich dachte diesen Platz in zwei Tagen zu erreichen, werde nun aber drei Tage auf den Weg verwenden müssen. Denn ich bringe die Ochsen heute nicht mehr weiter, vor allem aber wüßte ich nicht, wie ich die arme alte Frau fortbringen sollte, ohne daß der Wagen hierher kommt. Wir wollen umkehren und den Wagen holen.«
Während dieser Worte ging der Missionar an das Wasser hinab, und er sowohl wie seine Begleiter und die beiden Pferde labten sich an einem Trunk. Pieter Maritz glaubte zu bemerken, daß die Zulus aufmerksam geworden wären, als sie den Namen Botschabelo hörten, doch achtete er nicht weiter darauf, weil sich ihm jetzt ein wunderlicher Anblick bot. Ein großer Vogel erhob sich auf dem jenseitigen Ufer, der einen dunklen Gegenstand in seinen Krallen trug. Er flog gerade empor und ließ dann das Ding, welches er trug, zu Boden fallen, auf die Steine, welche dort zerstreut lagen. Alsdann schoß er selbst herab, packte den Gegenstand von neuem und wiederholte dasselbe Spiel, indem er ihn aus der Höhe fallen ließ. Pieter Maritz ritt, da er sich dies nicht erklären konnte, eilig um den Teich herum, und bei seinem Herannahen ward der Vogel scheu und flog davon, ohne das Ding mitzunehmen, mit welchem er beschäftigt war. Der Knabe erreichte die Steine und sah, daß es eine Schildkröte war, welche der Raubvogel erbeutet hatte. Sie lag dort mit zerbrochenem Schilde, und der Vogel hatte sie auf die Steine geworfen, um sich ihres Fleisches bemächtigen zu können. Mehrere zerbrochene Schilder von Schildkröten lagen außerdem umher. Der Knabe hob das Tier auf, welches wohl fünfzehn Pfund wiegen mochte, und nahm es mit sich als einen Beitrag zum Abendessen.
Dann kehrten die Reisenden zurück, um den Wagen zu holen. Sie kamen an der Stelle vorüber, wo das alte Weib saß, und fanden es wieder mit dem Kopfe auf den Knieen in seiner hockenden Lage. Sie gingen ruhig vorüber, um es nicht von neuem zu ängstigen, und stiegen wieder über den Hügel, welcher in die Ebene führte. Hier herrschte eine unendliche Glut, und die freie Fläche dort unten glich einem riesigen Herde, von welchem Hitze emporstrahlt. Sie blickten nach dem Wagen hin, der eine halbe Wegstunde entfernt sein mußte, aber anstatt der dunklen Gruppe, die sie vorhin beim Umschauen von dem Hügel aus gesehen, bot sich ihnen ein anderes und wunderbares Bild.
Sie sahen einen See vor sich ausgebreitet, dessen heller Spiegel erfrischend glänzte, und dessen Ufer in lieblichster Weise mit schwankenden, vom Winde bewegten Bäumen eingefaßt waren. Schlanke Palmen, Tamarisken und Agaven wiegten ihre graziösen Blattflächen und hellen Blüten, und zwischen ihnen erhoben sich weiße Landhäuser und phantastische, spitze Türme mit goldenen Kuppeln.
Staunend sahen sie diesen reizenden Anblick, welcher ein Paradies vor ihre brennenden Augen hinzauberte, und langsam schritten sie den Hügel hinab darauf zu. Da löste sich ein langer Zug von Menschen und Tieren von dem Gestade des lockenden Sees los und kam ihnen entgegen. Reiter und Fußgänger mit wallenden Mänteln und langen Speeren kamen daher, über ihren Häuptern flatterten Fahnen und ihre Waffen blitzten. Aber nach und nach, wie die Reisenden vorwärts kamen, wuchsen die vordersten Reiter des ihnen entgegenkommenden Zuges zu Riesen an. Ihre Lanzenspitzen reichten bis zum Himmel, und ihre Rosse wurden größer wie Giraffen und Elefanten. Sie gingen noch weiter vor, in Staunen verloren, und nun wurden die Gestalten und der See blässer und blässer, der wundersame Schimmer, welcher das Land verklärte, ward zu einem gelblichen, durchsichtigen Nebel, und endlich war alles verschwunden, und sie fanden sich in der glühenden gelben Sandwüste, den Wagen mit den verschmachtenden Ochsen gerade vor sich.
Es hatte sich ihnen, wie der Missionar erklärte, eine Luftspiegelung, eine Fata Morgana gezeigt, welche zuweilen entsteht, wenn die Hitze der Sonnenstrahlen von der flachen Erde zurückgeworfen wird.
Der letzte Rest aus dem Wasserfasse ward jetzt unter die Ochsen verteilt, um ihnen neuen Mut zu geben, und obwohl ein jedes Tier nur einen Zug thun durfte, war die Wirkung doch sehr belebend. Dann ging es vom Wege seitwärts ab nach dem hügeligen Lande. Die Ochsen merkten, daß es zur Rast ging, sie setzten ihre letzte Kraft daran und kamen stöhnend über den Hügel in das Thal. Aber als sie den Platz erreichten, wo die alte Frau sein mußte, da fanden sie ihren Körper zwar wieder, aber für jede Hilfe war es zu spät, denn die Seele war entflohen. Die Umschlingung ihrer Kniee mit den Armen hatte sich gelöst, ihr Kopf war nach rückwärts gefallen, und kein Atem bewegte mehr die Brust und die Lippen.
Da sprach der Missionar ein Gebet, und die schwarzen Diener schaufelten eine Grube in den Sand und legten den mageren Leib hinein. Dann ging es wieder vorwärts. Mühsam wühlten sich die Ochsen durch den tiefen Sand des Thales nach den noch entfernt stehenden Bäumen und Büschen hin, welche den Ort des Teiches erkennen ließen. Sie ließen die Köpfe hängen und schnoben aus tiefster Brust.
Mit einem Male begann ein Wind dem Zuge entgegenzuwehen, der einen seltsam frischen Hauch mit sich führte. Der Wind blies aus Nordost und er hatte eine Art von Beigeschmack wie von frischem Grase. Die Ochsen erhoben ihre Köpfe, sogen die Luft mit Begierde ein, und drangen schneller vor. Sie schüttelten die Joche, als seien sie ungeduldig, nicht ungehindert laufen zu können. Wenige Minuten später ward der Wind stärker, und ein sonderbares Heulen begleitete seinen Gang über die Hügel hin. Zugleich veränderte sich die Beleuchtung. Die Reisenden blickten sich um, da es war, als rücke ein Schatten von hinten her über den Himmel weg, und sie sahen, daß die kleinen zarten Wolken, welche um Mittag dicht über dem Horizont gestanden hatten, nun heraufgezogen waren und gleich Schneebergen, ganz weiß mit einem leichten, gelben Saume, dem Winde entgegeneilten.
Nun entstand plötzlich eine Totenstille. Es war, als begegneten sich der Wind und die Schneeberge zu einem Kampfe und rüsteten sich schweigend. Die Ochsen standen still, kein Schlag brachte sie vorwärts, sie zitterten und bohrten ihre Hufe in den Boden.
»Schirrt sie ab!« rief der Missionar. »Ein Gewitter kommt!«
Alsbald stürzten sich die Schwarzen auf das Gespann, lösten die Jochhölzer ab und ließen das Zugseil fallen. Während sie so arbeiteten, zeigte der Himmel eine auffallende Veränderung. Die großen, den Schneebergen ähnlichen Wolken zogen mit scharf umrissenen Formen noch immer in der Richtung nach Nordosten, aber ihnen gegenüber waren, ohne daß man sagen konnte, woher sie kamen, andere Wolken entstanden, welche den entgegengesetzten Weg zogen. Diese gingen tiefer über der Erde hin und glichen losem Wasserdampf, der keine bestimmte Gestalt annimmt, sondern schleierartig wallt. Beide Wolkenschichten zogen mit großer Schnelligkeit gegeneinander und untereinander, und das Sonnenlicht verschwand vollständig. Es ward dunkel und noch immer dauerte die unheimliche Stille. Da, auf einen Schlag, brach ein gewaltiges Wetter los. Es sah aus, als sprängen Blitze in mannigfacher Form, im Zickzack, schräg hin und auch in Bogenlinien, von der Erde empor nach dem Himmel. Dann sah es wieder aus, als fiele eine feurige Kette in Stücken von den Wolken herab. Die Blitze fielen so häufig, daß oft zwanzig in einer Minute zu zählen waren, und ein Donner erschütterte die Luft, der Schlag auf Schlag mit solcher Kraft rollte, daß die Erde unter den Füßen der Reisenden bebte. Dies dauerte mehrere Minuten lang und dann ergoß sich eine Wasserflut vom Himmel herab, als stürze ein Ocean aus den Wolken nieder. Es war ganz finster, nur die Blitze erhellten die Scene. Sie sprangen nicht mehr zwischen Himmel und Erde auf und nieder, sondern wälzten sich gleichsam am Boden hin wie feurige Schlangen, die in ganzen Herden sich daherringelten. Ohne Aufhören brüllte dazu der Donner.
Pieter Maritz war vom Pferde gestiegen und hielt das zitternde Tier am Zügel. Er blickte zum Wagen hin und sah keinen der Ochsen mehr. Als der Sturm losbrach, die Blitze zuckten und der Donner grollte, waren sie voller Entsetzen davongestürmt. Der heulende Wind trieb das losgerissene Verdeck einem Segel gleich empor und ließ es wie eine riesige Fahne flattern. Die farbigen Diener waren unter den Wagen gekrochen und hockten dort in angstvoller Stellung. Neben dem Wagen stand der Missionar. Er hielt gleich dem Knaben sein Pferd am Zügel und blickte in einer andächtigen Stellung mit über der Brust gefalteten Händen zu dem von Blitzen erleuchteten Himmel auf. Sein von weißem Haar und Bart umgebenes Antlitz erschien dem Knaben unbeschreiblich ehrwürdig. Nur für Augenblicke war dies Bild dem Knaben sichtbar, alsdann ward es wieder in Finsternis getaucht. Denn die Wolken hingen so niedrig zur Erde herab und gossen solche Regenschauer nieder, daß nur die Blitze Licht geben konnten. Jetzt huschte etwas ungemein Schnelles heran, es glich einem Trupp von Schweinen mit hoch gebogenen Rücken, doch wie es dicht neben dem Knaben vorüberkam, sah er, daß es ein Rudel Hyänen war. Ihre unheimlichen Gestalten verschwanden so schnell wie sie erschienen waren. Die Tiere waren in Angst und dachten nur an Flucht vor dem Unwetter, wie auch die Pferde vor dem Anblick der gefährlichen Bestien zu dieser Stunde nicht scheuten, sondern unter dem stärkeren Eindruck der entfesselten Elemente standen.
Die Wassergüsse hatten schon nach kurzer Zeit den Boden völlig aufgeweicht. Sie spülten den losen Sand von den Hügeln herunter und ließen die kleineren Steine mitrollen. Diese von den Höhen fließenden Bäche sammelten sich in den Thälern, und bald rann ein Strom von mehreren Fuß Tiefe durch die Niederungen, wo die Reisenden sich befanden und spülte bis an die Achse des Wagens. Der Missionar und Pieter Maritz mußten mit ihren Pferden seitwärts die Höhe hinansteigen, um außerhalb der Fluten zu sein, und in Schreck und Furcht schlossen sich ihnen die Diener an, welche das Wasser unter dem Wagen hervorgetrieben hatte. Wären die Hügel höher und die Tiefen abschüssiger gewesen, so wäre der Wagen fortgespült worden. Es war ein Glück, daß die unebene Bildung des Bodens nur in geringem Maße vorhanden war. So war es auch ein Glück, daß die Ochsen vom Wagen abgeschirrt waren, denn sie hätten gewiß beim Leuchten der Blitze und dem furchtbaren Krachen der Donnerschläge in wilder Flucht den Wagen mit sich gerissen und wären mit ihm zu Grunde gegangen. So durften die Reisenden hoffen, die versprengten Tiere nach dem Aufhören des Gewitters wiederzufinden.
Der heftige Zorn der drohenden Wolken hielt nicht lange an, bald hörten Blitz und Donner auf, die schwarzen Wolken trennten sich und ließen die Sonne wieder durchscheinen. Doch zogen die Wolken nicht völlig vorüber, sondern nach kurzer Helligkeit gab es neue Güsse, und dieses Wetter hielt an, bis die Sonne untergegangen und die Nacht hereingebrochen war. Dann klärte sich der Himmel auf, der Mond und die Sterne gossen ihr mildes, weißes Licht über das Land aus.
Die Reisenden hatten bis jetzt zusammengedrängt am Hügel gestanden, von Nässe triefend, frierend und ohne imstande zu sein, irgend etwas zu unternehmen. Doch verloren sich jetzt mit zauberhafter Schnelligkeit die Wasserfluten. Der Erdboden schien sie plötzlich eingesogen zu haben, sobald neuer Zufluß aufhörte. Nun machten sich der Missionar und seine Begleiter sofort auf, um nach den Ochsen zu sehen. Sie schritten beim Mondlicht vorwärts in dem Thale und erreichten die Stelle, wo sie am Nachmittage den Teich gefunden hatten. Aber wie war die Scene verändert! Ein großer See war an der Stelle jenes Teiches, seine Wellen schlugen weit über die ehemaligen Ufer hinaus und bespülten die Bäume, welche vorhin hoch emporgeragt hatten, bis zur halben Höhe des Stammes. Von den Ochsen war nichts zu sehen. Sollten sie in diesen See geraten und ertrunken sein?
Ein unheimliches Brüllen erhob sich jetzt in der Nachbarschaft und ließ erkennen, daß die Löwen aus ihren Höhlen hervorgekommen waren und nach Beute ausgingen. Es war wegen der Nacht und wegen der Raubtiere nicht ratsam, auf eine fernere Suche nach den Ochsen auszugehen. Der Missionar beschloß, nach dem Wagen zurückzukehren und in demselben zu übernachten. Ein Feuer konnte nicht angezündet werden, da alle Gegenstände, alles Holz, alle Büsche völlig naß waren.
Mit einem Male fiel es Pieter Maritz auf, daß Humbati und Molihabantschi nicht zu sehen waren. Ein Schrecken fuhr durch seine Glieder.
»Wo sind die Zulus?« rief er.
Niemand konnte ihm Auskunft geben.
»Sie werden einen sichern Unterschlupf gefunden haben,« sagte der Missionar. »Diese Leute sind mit der Natur vertrauter als wir.«
Der Knabe sagte nichts, aber er glaubte nicht, daß sie noch in der Nähe wären. Große Sorge überfiel ihn. Er konnte nicht umherreiten, um sie zu suchen. Wohin hätte er reiten sollen? — Die farbigen Diener befestigten das Zeltdach über dem Wagen, und der Missionar mit seinen Begleitern krochen hinein.
»Ich werde Wache stehen,« sagte der Knabe, und getreulich hielt er, die Büchse im Arme, Wache während der Nacht. Er spähte unaufhörlich umher, ob er etwas hörte oder sähe, was ihn beruhigen könnte, denn ihn folterte die Befürchtung, seinen Auftrag schlecht vollführt zu haben. Aber nur die Stimmen der Nachttiere, das Heulen der Panther und Hyänen und das Brüllen der Löwen, durchbrach die Stille. Nur einmal glaubte er Molihabantschi vor sich zu sehen. Er erblickte plötzlich funkelnde Augen in der Nähe, die ihm Ähnlichkeit mit dem Blick dieses Kriegers zu haben schienen, und er hoffte für eine Sekunde, in der dunkeln Gestalt, die dort auftauchte, den Zulu zu erkennen. Aber im nächsten Augenblick sah er deutlicher. Die Augen gehörten einer großen Hyäne an, und noch mehrere andere Paar blitzender Augen tauchten auf. Die Tiere hatten sich heimlich und still herangeschlichen, ohne daß die übermüdeten Pferde, die im Stehen, an den Wagen angebunden, schliefen, es bemerkt hatten.
Pieter Maritz nahm die große Hyäne aufs Korn, und als der Schuß krachte, wälzte sie sich tödlich getroffen am Boden; die andern flohen, aber noch zweimal fuhr die mörderische Kugel in das Rudel hinein und streckte noch zwei der Tiere auf der Flucht nieder. Erschrocken fuhren die Schläfer empor, aber legten sich bald wieder nieder, als der Knabe sie beruhigte. Dann ward es still umher, der Knall der menschlichen Waffe hatte die Wildnis beruhigt.
Doch des Knaben blaue Augen ruhten nicht. Sie blickten nach den verschwundenen Gesandten des Zulukönigs aus.

