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Die Kathedrale

Domplatz

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Obgleich schon Mittag in den Uhren der vielen Türme summt, Bleibt dieses Morgens Knospe verhalten wie mein Herz, Das sich nicht rühren kann und ungestillten Schmerz Gleich einen Säugling durch ein immer altes Wort umstummt. Du stehst mir bei, wie einst aus Joseph auch Marie, Der nur mit fernem Blick ihr Haupt vom Strohbett trug, Bis die gedrängte Stirn ein blauer Schweiß beschlug Und Deines Sohnes Bild in Deine Gnade schrie. Kein Laut und Mensch des Wegs vom Stadtdom tritt mich ein, Die Augen sind mir fremd im Angesicht gemacht, Behorchend, wie gebannt, den geistgelegnen Schacht Dem aus der Wandung blickt, von Dir begehrt, ein Stein.

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