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Die Kathedrale

Die Jünger im Garten

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Zur atemlosen Einsamkeit des Hügels Hat sich der Meister zagend aufgetrauert. Wir wachen Ihm im Schutz des Ölbaumflügels. Der Garten hat sich zu uns hingekauert; Stumm lauschend wie in seinem dunkeln Grunde Ein Vogel seine bange Brut bedauert. Die Ferne murrt gleich einem müden Hunde Sich in die eigne Wärme mit Behagen; Und tief am Himmel heilt des Nachtrots Wunde. Nun bettet Christi Mutter sich in Klagen, Denn wieder ist Er undurchdenkbar eigen Und was Er tut will nichts als Tod besagen. Saht ihr sie einmal blaß die Lippen neigen Im Anblick der verlaßnen Muttertiefe, Die nichts ersehnt, als daß ihr Sohn im Schweigen Noch einmal Leib und Seele in sie schliefe.

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