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Polnische Gedichte

POLNISCHES BAROCK

Reading edition

Mit Wolkenwülsten steht die Stadt verrammelt. Um Türme klammern hyazinthne Strahlen geisternder Lichter sich. Der Mond versammelt die Schatten, die um schwellende Dächer greifen. Bauchige Rinnen stürzen in die Gassen, an Portalen vorüber, deren Wölbungen ins Leere schweifen.

Der Mond geht um. Vereinzelt schlagen Uhren. Die Schatten wichen auf die andern Straßenseiten, schwarz hingedrückt. Leichenhafte Figuren mit starren üppig aufgeschwellten Hüften bäumen sich unterm Baldachin der kühnen Nacht in Lüften, die greifbar werden und entfesselt schreiten.

So viel geschieht. Hier gibt es kein Verweilen. Hingeschlagen zerfallen Tote in den Grüften, und über ihren eingewachsnen Spuren schwingt sich hier alles, in überirdischen Zeilen hinhorchend tatenlosen Qualen in Trotz und Fülle schwer und irdisch zu enteilen.

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