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Polnische Gedichte

POLNISCHE REITER

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Als es abendete, war mit vorsichtigen Schritten ein Soldat den Uferweg heraufgekommen. Er hat sich einen Weg in die Mitte des Gestrüpps geschnitten, hat das Gewehr von der Schulter genommen und hockte, vom Monde überglitten.

Er sah, wie im Monde die Felder schwammen. Da kamen ein paar geritten, massig hingen sie ihren stampfenden Tieren auf dem breiten Rücken, der Mond warf ihre Schatten zusammen: vor seinem Versteck fielen die Pferde in einen harten Trab.

Zuckend flogen die Hufe, in den Bügeln wippten die Sohlen, die Reiter sah er tief sich auf die Pferdehälse bücken, daß sie als Buckel auf den schweren Haufen Fleisches fliegen; sie ritten, als hätte ihnen einer ein Himmelreich gestohlen, das wollten sie aus der Hölle wiederholen.

Dumpf dröhnten die Hufe über das Grab der Straße. Der Boden mußte sich unter den Reitern biegen! Der Posten wußte nicht: waren es Deutsche, Russen, Polen? Er hielt die Flinte in den Händen liegen und schoß nicht ab.

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