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Polnische Gedichte

DAS VERLASSNE DORF

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Wild stiert der Mond über ein Fensterkreuz. Am eingestürzten Zaune wächst ein Pumpenschwengel Nachthimmels lauer Wüste eingedrückt. Roh klafft das Dach, spitz starren schwarze Sparren.

Nicht einmal wilde Hunde, die nach Knochen scharren; nicht einmal Ratten. In die Nacht gebückt bleibt das Gehöft, bleibt breit und braun zerstückt, und lautlos, da die Fledermaus nicht fliegt.

Aber der Mond hört nicht auf zu scheinen; unversiegt stürzt er blaues flutendes Weinen auf einen nackten Leichnam, der mit gespreizten Beinen bleich über aufgerissne Stubendiele liegt.

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