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Polnische Gedichte

LIED DES JUNGEN WITOLD NAPIEROGOCKI

Reading edition

In Düsseldorf war ich. Wild klingelte in meinen Schlaf das Telephon. Janina sprach davon, daß bald ein Krieg ausbrach. Ihre zerrissne Stimme schüttelte mich. Wild auf entstürmte ich zur Legion.

Durch die aufwogenden Provinzen dieses Fahren! Fahrt durch den Tag, Fahrt unter grellem Mond; Fahrt mit Verbrüderten, mit fremden Scharen, und über die mit ruhiger Geberde unter des stampfenden Zuges Beschwerde in Ebenen, die unerschütterlich waren, hingebreitete Erde!

Als ich nach Galizien kam, lag es vom Kriege noch verschont. Die Völker drängten an, sich zu bedrängen.

Und wundersam in meinem aufgeregten Kopfe wohnt Erinnerung, wie unter Schienensträngen die Ebenen einer, einer Erde dröhnen!

Nein, noch ist Polen nicht verloren. Mein Volk, Du wirst Dich neugeboren blutend zwischen die blutenden Völker zwängen, Völker, die in Wunden stöhnen, Ostens und Westens zu versöhnen.

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