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Tratado das Cores

NOTA XX. § 45.

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NOTA XX. § 45.

A respeito da força do Rayo, nada se póde ler mais emphatico, que os seguintes versos de Klopstock

So, wenn auf unerstiegnen Gebirgen ein nahes Gewitter Furchtbar sich lagert, so reisst sich eine der naechtlichsten Wolken, Mit den mersten Donnern bewaffnet, entstammt zum Verderben, Einsam hervor. Wenn andre den Wipfel der Zeder nur fassen, Wird sie von einem Himmel zum andern waldichte Berge, Wird hochthuermende meilenlange Koenigs-staedte Tausendmal donnernd entzuenden, und sie in Truemmern begraben. O Mess. Cant. IIII.

Naõ se pode descrever mais energicamente o horroroso phenomeno de huma Errupçaõ Vulcanica, doque o faz Opitz nos seguintes Versos.

. . . . Der Naechte Mittag macht Die Wiesen nie so schwarz, wann des Gestirnes Pracht Im dicken Nebel steckt, als dieser Dampf sich zeiget, Der, wie ein Fichtenbaum, hoch von der Wurzel steiget Mit dicken Aesten aus, dieweil der Asche Last Sich in die Breite giebt. Bald koemmt ein solches Krachen, Als wann der Jupiter mit Donner in die Sachen Der schnoeden Menschen schlaegt, dass aller Grund der Welt Erzittert, oder auch, im Fall ein kuehner Held, Der vor die Freyheit steht, und seine grosse Thaten Auf gute Sache pflanzt mit feurigen Granaten Ergrimmet um sich wirft, und zwinget eine Stadt, Die noch an Billigkeit der Waffen Zweifel hat, Zu glauben, was ihr dient. Die Hitze bricht zusammen Durch eine rauhe Bahn mit ihren wilden Flammen, Wirft schreklicher Gestalt des Berges Glieder aus, Und jaget mit Geschrey bis an des Himmels Haus Den stinkigten Morast von dessen schwarzen Sande, Der Pech und Schwefel haelt, kein Ort im ganzen Land Sich frey und sicher weiss. Es springet auch ein Fluss Des Feuers aus der Kluft, dem alles wrichen muss, Indem er seinen Lauf in sieben Stroeme the ilet, Und dem Gestade zu mit heissem Rauschen eilet, Dass Thal und Hugel brennt; der Acker wird verheert, Das Vieh, so weiden will, von Flammen selbst verzehrt, Die Graeser Heu gemacht, die schattenreihen Waelder Vom Grunde fortgefuehrt, und die Phlegraeerfelder Sind nichts als lauter Glut; das alt Herculan Das lustige Castell, genannt Octavian, Viel Flecken voller Frucht und Doerfer stehn in Brand, Die Wasser fuerchten sich, und fliehen von dem Lande, Das Volk, so nicht erstickt und gar wird fortgerafft, Kommt Athemloss daher, beraubet aller Kraft, Lahm, nackend und halb todt, und fuellt mit Weh und Zagen Den ganzen Himmel an, der gleichsam mit ihm klagen, Und auch sich kuemmern muss.

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