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Romantische Lieder

Villalilla. (Gabriele d’Annunzio gewidmet.)

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Auf weißen Säulen weiße Büsten, In allen Wegen Fliederduft, Und Schwalben schwirrend in der Luft. Auf breiten Treppen schläft die Zeit, Von den Akazien überschneit, Die sich auf den Terassen brüsten.

In meine Nische eng geschmiegt Hör’ ich den Fall der Aprikosen, Ich seh im Sande sich die großen Schatten der Säulen träg verschieben Und weiß nicht, wo die Zeit geblieben, Die träumend mir im Sinne liegt.

Vom fernen Dorf kommt liebesmüde Herüber ein verwehter Tanz, Und vor mir flirrt der Sonnenglanz Wie damals, in verträumter Pracht, Am Tag vor unsrer ersten Nacht, Zur Zeit der Oleanderblüte.

Ich seh’ Dein Bild in aller Pracht Der ersten Liebe auferstehen, Ich seh’ Dich durch die Pforte gehen Wie damals, — mit dem scheuen Bangen, Mit rot und weißen Kinderwangen, — Am Tag vor unsrer ersten Nacht.

Ein müdes Plaudern der Fontänen Wird tönend in der Stille laut, — Wie damals! Meine Seele baut An Träumen jener Nächte fort Und sehnt nach einem Liebeswort Sich müd, und sehnt sich müd nach Thränen.

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