Ich weiß, Du gehst —
Reading edition
So oft ich spät noch auf der Straße geh, Senk’ ich den Blick und eile voller Angst, Du könntest plötzlich schweigend vor mir stehn Und meine Blicke müßten all Dein Weh Und müßten sehn, Wie Du von mir Dein totes Glück verlangst.
Ich weiß, Du gehst da draußen jede Nacht Mit scheuem Schritt im schlechten Dirnenputz Und gehst nach Geld, und siehst so elend aus! An Deinen Schuhen klebt der Schmutz, Der Wind spielt frech mit Deiner Haare Pracht — Du gehst und gehst, und findst nicht mehr nach Haus.